Archive for Kuchen, Süßigkeiten

Weihnachtsgeschenke aus der Küche – Bloggerwichteln 2016

Ho, ho, ho … ja so langsam wird sich der Weihnachtsmann schon auf den Weg zu uns machen. Aber hat er denn schon alle Geschenke zusammen? Nein? Na dann habe ich hier noch die ein oder andere Geschenkidee für ihn bzw. Euch. Denn auch dieses Jahr haben sich einige Foodblogger zusammen gefunden und sich gegenseitig eine kleine Freude mit selbst gebastelten Köstlichkeiten gemacht. Ein großes Dankeschön geht auch dieses Jahr wieder an die liebe Sarah vom Knusperstübchen, die wie auch in den letzten Jahren wieder die Organisation übernommen hat.

Als ich mir Gedanken darüber gemacht habe, was denn dieses Jahr in meinem Wichtelpaket drin sein soll, dachte ich als erstes an einen Kuchen im Glas. Ich fand die Idee schon lange super, habe es aber noch nie ausprobiert. Ein Rezept für einen Schokoladenkuchen mit einem Hauch Lebkuchengewürz hatte ich schnell beisammen und als Kostprobe wurde aus dem Teig ein Muffin zum probieren und zwei Kuchen im Glas. Ja nun waren die Kuchen fertig und der Muffin war super lecker ABER dieser Kuchen im Glas. Ich weiß nicht. Geschmacklich wird er lecker sein und die Idee vom Kuchen im Glas ist ja, dass man einen leckeren Kuchen genau dann zur Hand hat, wenn man Appetit darauf hat und er durch das „frisch halten“ im Glas schmecken soll, wie frisch gebacken. ABER dieser Kuchen im Glas gefiel mir optisch einfach nicht! NEIN so etwas möchte ich nicht verschenken. Denn wenn wir ehrlich sind, isst das Auge doch immer mit. Also kein Kuchen! Warum denn nicht mal etwas Herzhaftes und vor allem etwas mediterranes verschenken, was sich lange hält? Herausgekommen sind mediterran eingelegte Oliven und Feta. Ich persönlich brauche da nur ein bisschen frisches Brot dazu und schon ist mein Abendbrot fertig:
Ihr benötigt für ca. 500 ml

500 g Feta
1/2 Bund Thymian
200 g Oliven mit Stein
1 Bio Orange
3 Knoblauchzehen
400 ml Olivenöl
Und so wird´s gemacht:

Den Feta in Würfel schneiden. Den Thymian waschen und trocken schütteln. Die Orange waschen und trocken reiben und die Schale dünn abschälen. Den Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden.

Jetzt die Oliven mit einem Messer einritzen und zusammen mit dem Feta, Thymian, Knoblauch und der Orangenschale in Gläser geben. Mit dem Olivenöl auffüllen und mindestens 5 Tage kühl und dunkel gelagert durch ziehen lassen.
Einen Bratapfellikör und den Lebkuchenlikör  hatte ich in den letzten Jahren ja schon verschenkt. Dieses Mal hatte ich Appetit auf einen Schokoladenlikör mit Vanillegeschmack. Und auch dieses Rezept geht recht schnell und ist so köstlich, dass die Flasche viel zu schnell leer ist. Also am Besten gleich die doppelte Menge machen, dann bleibt auch noch Likör zum verschenken übrig. 😉

Ihr benötigt für ca. 1 Liter Likör:

150g weiße Schokolade
50g gesiebter Puderzucker
500ml haltbare Sahne
Saft von einer Orange (waren bei mir ca. 100ml)
das Mark von einer Vanilleschote
350ml Weizenkorn (ich habe eine milde Sorte verwendet)
Und so wird´s gemacht:

Die Sahne und den Saft der Orange erhitzen (nicht kochen!). Und in dieser Zeit die Schokolade hacken. Den Topf vom Herd nehmen und die Schokolade darin schmelzen lassen. Nun das Mark der Vanilleschote und den Puderzucker hinzu geben und Alles gründlich verrühren. Mit dem Korn mischen, umrühren und in saubere Flaschen abfüllen. Im Besten sehr kühl lagern. Wenn Ihr die Flasche im Kühlschrank aufbewahrt, dann solltet Ihr den Likör allerdings ca. 1 Stunde bevor ihr ihn trinken wollt bei Zimmertemperatur stehen lassen. Sonst ist er zu fest.

Mein Schatz steht ja nicht so auf süßen Likör. Aber hier hat er ordentlich zugeschlagen und immer gefragt ob von dem weißen Eierlikör noch etwas da ist. Hi Hi …. Naja Eier sind da nicht drin aber geschmacklich kann man ihn schon ein bisschen damit vergleichen. 🙂

Und da wir gerade bei Schokolade sind, geht es bei meinem dritten Rezept auch nochmal um weiße Schokolade. Aber diesmal fast klassisch eine Tafel Schokolade. Denn durch das Schmelzen der Schokolade, kann man sich ganz einfach eine Tafel Schokolade nach seinem eigenen Geschmack zusammen stellen. Bei mir ist ein Hauch von Lebkuchengewürz, Erdnüssen und meinen geliebten Cranberrys auf der Schokolade gelandet und ich musste schnell etwas beiseite legen, damit für das Wichtelpaket noch etwas übrig bleibt 😉
Ihr benötigt für 3 Silikon-Schablonen:

200 g weiße Schokolade
13 g Kokosfett
100 g Erdnüsse
80 g getrocknete Cranberrys
1 TL Lebkuchengewürz

Und so wird´s gemacht

Die Schokolade und das Fett über einem warmen Wasserbad schmelzen. In der Zwischenzeit die Erdnüsse ohne Fett in einer Pfanne rösten und abkühlen lassen. Die Cranberrys und die Erdnüsse fein hacken.

Das Lebkuchengewürz unter die Schokolade rühren. Nun habt Ihr zwei Möglichkeiten. Entweder Ihr rührt Ihr die Cranberry-Nussmischung unter die geschmolzene Schokolade und füllt die Schablonen damit. Oder Ihr gießt die Schokolade in die Formen und gebt die Cranberry-Nuss-Mischung dann auf die Schokolade.
Wenn Ihr keine Silikonformen habt, dann gebt Ihr die Schokolade auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und streicht sie etwas flach. Nach dem Auskühlen die Schokolade einfach in Stücke brechen und nett verpacken.

Ja das waren meine 3 Geschenke aus der Küche für dieses Jahr. Diesmal ging mein Paket an die liebe Tuba mit Ihrem tollem Blog Fräulein Zuckerbäckerin.

Und natürlich habe auch ich dieses Jahr ein Päckchen bekommen und zwar von Jana mit Ihrem bezaubernden Blog Nom Noms. Und dieses Jahr muss ich ja echt artig gewesen sein. Denn es waren super viele leckere Sachen in dem Paket. Einen ganz lieben Dank nochmal an Jana. Ich habe mich riesig gefreut.

Wollt Ihr wissen, was drin war? Na gut, ich verrate es Euch.

1 Flasche „nimm 2 Bonbon“ Likör, 1 Flasche „Eisbonbon“ Likör, 1 Flasche Thymian-Gewürz-Sirup, gebrannte Mandeln, selbst gebackene Plätzchen, 1 Zuckerstange, Gewürzmischungen aus der Strandküche und einen Keksstempel. Hammer oder?!

Also die Mandeln haben mein Schatz und ich gleich am ersten Abend aufgefuttert, die Plätzchen hat unser kleiner Gourmet vernascht und die Liköre und den Sirup haben wir uns noch aufgehoben.

Jetzt wünsche ich Euch einen schönen 4. Advent und sage bis bald

Eure Katrin

Marzipankugeln mit Mandelhülle und farbenfrohe Silikon Teesiebe für Teeliebhaber (Werbung)

Ja ja , da bin ich mal wieder 🙂 Es tut mir wirklich leid, dass ich Euch in letzter Zeit keine neuen Rezepte vorstellen konnte. Doch Beruf und Kind unter einen Hut zu bekommen, ist nun doch nicht so einfach. 😉 Es ist zwar nicht so, dass der Herd aus bleibt aber mir fehlt einfach die Zeit um das ganze Set zum fotografieren aufzubauen und die Fotos´s in Ruhe machen zu können. Denn Abends muss es einfach schnell gehen. Und wenn der Kleine Mann im Bett ist, lohnt es sich auch nicht mehr, da wir da meist schon Alles aufgegessen haben. 🙂
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Doch in diesem Jahr wird noch das ein oder andere Rezept kommen. Versprochen 🙂
Heute möchte ich Euch neben den leckeren und vor allem schnell gemachten Marzipankugeln auch ein paar sehr schöne Silikon Teesiebe vorstellen. Wie Ihr sicherlich bemerkt habt, arbeite ich nicht oft mit Kooperationspartnern zusammen. Das liegt zum Einen an den angebotenen Produkten und zum Anderen aber auch daran, dass die Anfragen teilweise echt so unpersönlich sind, dass ich da auch einfach keine Lust habe, auf eine Anfrage zu antworten, bei der nicht einmal mein Name richtig geschrieben ist und der Bezug zu meinem Blog überhaupt nicht vorhanden ist. 
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Bei „The Friendly Swede„* war ich gleich sehr angetan. Denn die Teesiebe sind nicht nur sehr praktisch sondern auch optisch toll. Da musste ich als leidenschaftliche Teetrinkerin nicht lange überlegen und habe Sie getestet. Und was soll ich sagen? Ich finde Sie großartig. Ich trinke sehr oft Teesorten, die es nicht in Teebeuteln gibt und habe dann das Problem, wo lege ich mein Teesieb hin, wenn der Tee durchgezogen ist. Klar kann man einen Teller daneben legen aber ich fand es schon sehr praktisch, dass bei diesen Teesieben gleich daran gedacht wurde, dass man auch gleich etwas zum Abstellen hat. Und hübsch anzusehen sind sie auch noch. Die kräftigen Farben und vor allem auch der praktische lange „Stiel“ haben mich überzeugt und somit habe ich mir auch gleich ein Teesieb mit ins Büro genommen. Bei meinem bevorstehenden Weihnachtsessen werde ich die Siebe auch gleich als Gewürzsieb benutzen. Die Gewürze einfach in das Sieb füllen, in den Braten hängen und nach Ende der Garzeit ist das Sieb kinderleicht entnommen und ich muss die Gewürze nicht aus der Sauce „fischen“. Sehr praktisch!
DSCF0019Da zum Tee natürlich auch immer ein Gebäck dazu gehört, habe ich ein paar Marzipankugeln mit Mandeln gebacken. Hmmmmm war das lecker. Und als bekennender Marzipanfan dürfen diese Kugeln bei uns in der Weihnachtszeit einfach nicht fehlen.
DSCF0017Ihr benötigt
200g Marzipan
120g Puderzucker
250g gemahlene Mandeln
50g Mehl
1 TL Backpulver
2 Eiweiß
4 Tropfen Bittermandelaroma
100g Mandelblättchen
DSCF0018Und so wird´s gemacht:
Den Backofen auf 170°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Marzipanrohmasse in kleine Würfel schneiden (oder mit der Reibe klein raspeln) und mit den restlichen Zutaten zu einem homogenen Teig kneten. Ich  gebe zu, dass die Zubereitung in einer Küchenmaschine hier sehr von Vorteil ist. 
DSCF0016Nun aus der Masse kleine Kugeln formen. Die Hände dabei immer etwas feucht machen und die fertig geformten Kugeln in den Mandelblättchen wälzen. Die Kugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzten und ca. 15 Minuten im Backofen backen. Die ausgekühlten Marzipankugeln am Besten in einer Keksdose aufbewahren. 

Ihr müsst zugeben, dass Rezept ist kinderleicht und im nächsten Jahr, habe ich bestimmt tatkräftige Unterstützung beim Plätzchen backen. Denn dann kann mein kleiner Sohn mit Mama gemeinsam backen. Darauf freue ich mich schon.
DSCF0024Und falls Ihr noch ein kleines Weihnachtsgeschenk benötigt, kann ich Euch die Silikon Teesiebe von „The Friendly Swede“* wirklich sehr empfehlen.
Einen schönen 3. Advent wünsche ich Euch
Eure Katrin
*Werbung: Vielen Dank an „The Friendly Swede“* für diese tolle Kooperation. Die Teesiebe wurden mir kostenlos zur Verfügung gestellt. Meine ehrliche Meinung bleibt davon aber unberührt.


Skolebrød – norwegisches „Schulbrot

Jetzt habe ich mich aber wirklich lange nicht zu Wort gemeldet. Es ist nicht so, dass mir die Lust zum Bloggen, Kochen oder Backen vergangen ist, aber manchmal lässt es die Zeit einfach nicht zu. Dann liege ich abends im Bett und bin etwas enttäuscht, dass ich es wieder nicht geschafft habe, mich mal meinem Blog zu widmen. Denn an Rezeptideen fehlt es definitiv nicht. Da schwirrt mir ganz viel im Kopf herum. Aber dann ist da eben auch so ein kleiner süßer Fratz der einen von früh bis abends anlächelt und der uns so unglaublich viel Freude macht. Und dann vergeht jeder Tag und jede Woche einfach viel zu schnell.

Eine-kulinarische-3Auch dieses Jahr geht es mit unserer kulinarischen Entdeckungsreise weiter. Nachdem ich Euch vor 2 Jahren mit einem 3 Gänge Menü mit nach Frankreich genommen habe und letztes Jahr einen kleinen kulinarisches Kurztrip nach Schweden gemacht habe, wollte ich mich diesmal einfach überraschen lassen und habe mir ein Land „zuweisen“ lassen. An dieser Stelle auch wieder ein ganz herzliches Dankeschön an Sarah vom Knusperstübchen für die tolle Organisation. Fühl Dich ganz lieb gedrückt.

So und wo geht es nun hin? Es geht nach Norwegen. Mein erster Gedanke war ….“Hmmmmm lecker, da gibt es ganz viel Fisch“. Und ich liebe Fisch. Da ich selber noch nie in Norwegen war, habe ich leider keine persönlichen Eindrücke, die ich mit Euch teilen kann. Also blieb mir nur die Recherche im Internet. Aber ich muss Euch sagen, dass ich dabei wirklich Fernweh bekommen habe. Leider ist mein Schatz ein Sonnenanbeter und braucht die Sonne und das Meer im Urlaub. So konnte ich ihn noch nicht davon überzeugen, einmal im Norden länger Urlaub zu machen. Naja vielleicht arbeite ich einfach noch ein bisschen an meiner Überzeugungstaktik 😉

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Nachdem ich mich erst nicht für ein Rezept entscheiden konnte, ist es nun ein traditionelles norwegisches Gebäck mit dem Namen „Skolebrød“ geworden. Übersetzt heißt das so viel wie „Schulbrot“ und stammt aus den 50er Jahren als man auf der Suche nach einem einfachen Gebäck war, dass die Schüler auf die Hand nehmen können. Und einfach ist das Rezept nun wirklich. Denn es ist ein Hefeteig, der mit Pudding gefüllt wird und danach mit Zuckerguss und Kokosraspeln verziert wird.

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Ihr benötigt für 10 Stück:

1 Pck. Trockenhefe
250 ml lauwarme Milch
80 g Zucker
500 g Weizenmehl
1 Ei
1 Prise Salz
1 TL Weinsteinbackpulver
70 g weiche Butter
1 Päckchen Vanillepudding
1 Eigelb
2 EL Milch
125 g Puderzucker
2 EL Zitronensaft
Kokosraspeln

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Und so wird´s gemacht

Die Hefe und die Hälfte des Zuckers mit etwas lauwarmer Milch verrühren und ca. 10 Minuten abgedeckt quellen lassen. Nun die restliche Milch zusammen mit dem Mehl, restlichen Zucker, dem Ei, Zimt, Salz und dem Backpulver zum Vorteig geben und mit den Knethaken der Küchenmaschine bei geringer Geschwindigkeit ca. 5 Minuten kneten. Nun die Geschwindigkeit höher stellen und die Butter nach und nach unterrühren. Die Schüssel nun abgedeckt mind. 1 Stunde an einem warmen Ort ruhen lassen. Das Volumen sollte sich dann verdoppelt haben.

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Jetzt etwas Mehl auf der Arbeitsfläche verteilen, den Teig mit der Hand ordentlich durchkneten, in 10 Stücke teilen und nochmal abgedeckt ca. 10 Minuten ruhen lassen. Während der Teig ruht, kann der Pudding schon mal nach Packungsangabe gekocht werden und lauwarm abkühlen. Ihr benötigt nicht den kompletten Pudding. Aber den Rest habe ich einfach pur weggelöffelt (gibt es dieses Wort überhaupt? ;-)).

Die Teiglinge nun zu kleinen runden Fladen formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Das reicht vollkommen mit der Hand. Denn all zu dünn sollen sie nicht werden. Das Backblech noch ein letztes Mal abdecken und die Teiglinge mind. 30 Minuten ruhen lassen.

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In die Fladen vorsichtig eine Mulde in die Mitte drücken und diese mit dem lauwarmen Pudding füllen. Das Eigelb mit der Milch verrühren, die Fladen damit bestreichen und im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad auf der 2 Schiene von unten ca. 15 Minuten backen. Ich habe nur 4 Stück „fertig gebacken“. Die Anderen habe ich nur 8 Minuten gebacken, auskühlen lassen und dann in der Tiefkühltruhe eingefroren. Die werden dann einfach einander mal fertig gebacken. Denn frisch schmecken sie am Besten.

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Den Puderzucker mit dem Zitronensaft verrühren, die lauwarmen fertig gebackenen Skolebrød damit bestreichen und mit Kokosraspeln bestreuen.

Ach ja schon lecker so ein süßes „Schulbrot“. Obwohl ich mir für meinen Sohn dann doch eher eine ausgewogene Ernährung in der Schule wünsche. 😉 Aber auch in Norwegen gilt Skolebrød mittlerweile als süßes Gebäck zu einer Tasse Kaffee und wird wohl eher selten als Pausensnack mit in die Schule gegeben.

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Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wieviel Freude mir dieser Beitrag nach so einer langen Bloggerpause gemacht hat. Ich habe wieder „Blut gelegt“ und irgendwie muss ich es einfach schaffen, das bloggen wieder öfter in meinen Alltag zu integrieren.

Also kommt gut ins Wochenende bis hoffentlich ganz bald

Eure Katrin

Muskat-Waffeltorte mit Orangen-Vanillecreme

Mit süßen Leckereien aus dem Adventspaket hat das letzte Jahr aufgehört und mit einer süßen Waffeltorte möchte ich mit Euch ins neue Jahr starten. Zumindest auf kulinarischer Ebene. 😉 Ich hoffe Ihr habt die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel  gut überstanden. Weihnachten war bei uns etwas stressig, da wir von einer Familie zur anderen gefahren sind und alle natürlich unseren kleinen Spatz sehen wollten. Aber es war trotzdem schön. Den Jahreswechsel haben wir dann in gemütlicher Dreisamkeit verbracht. Ach war das schön! Und dem Kleinen gefällt es natürlich auch, wenn er Papa UND Mama um sich hat.

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Mit meiner kleinen süßen Waffeltorte, die ich heute mitgebracht habe, möchte ich mich auch bei Euch für das letzte Jahr bedanken. Ich lese wirklich jeden Kommentar mit großer Freude. Aber auch bei Euch „stillen“ Lesern möchte ich Danke sagen. Auch dafür, dass Ihr mir trotz größerer Pausen, die Treue haltet und fleißig bei mir auf dem Blog vorbei schaut. Vielen lieben Dank.

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Die Inspiration zu dieser Waffeltorte stammt einerseits von der lieben Sarah aus dem Knusperstübchen, die mich mit Ihrer Waffelliebe angesteckt hat und zum anderen von meiner Bäckerin des Vertrauens: Maren von Malu´s Köstlichkeiten. Denn sie hat sich zusammen mit Claudia von Ofenkieker, Nadine von Sweet Pie, Sarah von Das Knusperstübchen, Yushka die Sugarprincess und Sandra’s Tortenträumereien ein grandioses Jahresblogevent ausgedacht: Den Calendar of Ingredients. Jeden Monat verraten uns die Damen 3 Zutaten aus denen man dann etwas Süßes oder gern auch etwas Herzhaftes zaubern und einreichen kann. Diesen Monat sind die Zutaten: Orange, Vanille und Muskatnuss.

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Als ich das gelesen habe, wollte ich natürlich gerne daran teilnehmen.  Die Waffeltorte schwirrte also in meinen Gedanken herum, denn ich wollte schon immer mal eine machen. Orange und Vanille darin unterzubringen, ist jetzt nicht schwer. Aber was mache ich mit Muskatnuss? Hmmm….schmeckt das, wenn ich Muskatnuss in den Waffelteig gebe? Keine Ahnung. Vielleicht etwas ungewöhnlich. Aber warum nicht einfach mal ausprobieren. Und da ich Euch das Rezept heute vorstelle, hat es sogar richtig gut geschmeckt. 🙂 Ohne das Event, wäre ich nie auf die Idee gekommen, Muskatnusswaffeln zu backen. Also danke Mädels! Es schmeckt großartig! Und für alle die Muskatnuss nicht so mögen, sei gesagt, dass es wirklich nur dezent nach Muskatnuss schmeckt.

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Hier aber nun das detaillierte Rezept:

Ihr benötigt für eine 3 stöckige Waffeltorte

Für die Waffeln:
25 g geschmolzene Butter
125 g Mehl
40 g gemahlene Mandeln
25 g Zucker
1 TL Weinstein-Backpulver
1 Prise Salz
220 ml Milch
2 EL Sprudelwasser
1 Ei
1/4 Muskatnuss gerieben

Für die Creme
Mark 1/2 Vanilleschote
abgeriebene Schale einer Bio-Orange
1 EL Orangensaft
175 g Frischkäse (Doppelrahm)
125 g Quark
25 g Zucker
80 g Schlagsahne

2 Orangen

Für den Schokoladenguß:
100 g Schokolade mit 70% Kakaoanteil
100 g Schlagsahne
15 g Kokosfett

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Und so wird´s gemacht:

Alle Zutaten für die Waffeln in eine Rührschüssel geben und mit den Rührbesen eines Handmixers zu einem glatten Teig verrühren. Das Waffeleisen vorheizen und aus dem Teig nacheinander 3 Waffeln backen und diese auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

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Die Gelatine einweichen. Den Frischkäse, Quark, Zucker, Vanillemark, Orangenschale und -saft miteinander verrühren. Die Sahne steif schlagen, die Gelatine ausdrücken und in einem kleinen Topf auf dem Herd bei geringer Hitze auflösen. Nun 3 EL von der Quarkmasse zu der warmen Gelatine in den Topf geben, miteinander verrühren und dann zu der restlichen Quarkcreme geben. Zum Schluß die geschlagene Sahne unterheben.

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Bei den Orangen die Schale mit dem Messer so abschneiden, dass nichts Weißes mehr zu sehen ist und danach in Scheiben schneiden. Etwas Creme für die Verzierung in einen Spritzbeutel füllen und kalt stellen. Die restliche Creme auf 2 Waffeln verteilen und die Orangenscheiben darauf legen. Nun beide Waffeln aufeinanderlegen und mit der 3. Waffel abdecken. Die Torte erst mal kalt stellen und in der Zeit die Sahne erhitzen. Das Kokosfett und die Schokolade in der Sahne schmelzen, kurz abkühlen lassen und die Waffeltorte damit verzieren. Die restliche Creme mit dem Spritzbeutel auf der Torte anrichten und schon ist sie fertig. Das nächste mal warte ich allerdings, bis die Schokolade fest ist. Dann verrutscht die Creme beim „aufspritzen“ nicht so und das Endergebnis ist gleichmäßiger. 😉

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Also geschmacklich hat mich die Torte trotz bzw. gerade wegen dem Muskatnuss-Experiment sehr überzeugt. Meine Creme ist nicht besonders süß. Ich wollte es aber so haben, denn ich mag es nicht ganz so süß. Also wer es süßer möchte, einfach den Zuckeranteil in der Creme erhöhen. Auch beim Anschnitt war ich positiv überrascht. Denn wenn ich solche Waffeltorten gesehen habe, dachte ich immer, dass die beim Anschnitt bestimmt verrutschen. Aber wie Ihr auf den Bildern sehen könnt, ist das nicht passiert. Zum Glück. 🙂

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Jetzt wünsche ich Euch erst mal eine angenehme restliche Woche. Und beim nächsten Mal wartet dann auch wieder ein herzhaftes Rezept auf Euch. Wie wäre es mit einer Maronensuppe oder einem Hirschrollbraten. Hmmmmm…. es wird auf jeden Fall lecker. Versprochen!

Eure Katrin

Marzipan-Früchte Gugl´s

Na genießt Ihr alle den 3. Advent? Bei uns ist das Wetter wieder so grauenhaft, dass wir es uns zu Hause richtig gemütlich gemacht haben. Die 3. Kerze am Adventskranz ist angezündet, die Pyramide dreht Ihre Runden und den ganzen Tag läuft Weihnachtsmusik. Und wenn ich dann noch die strahlenden Äuglein von unserem kleinen Schatz sehe, wenn er die Lichter entdeckt, dann ist das Glück perfekt. Es ist einfach nur schön und bin ich unendlich dankbar, dass wir Drei uns haben. Ach ja Ihr merkt schon, ich bin heute wieder ein bisschen melancholisch. 😉

Natürlich darf zum Adventskaffee auch etwas Süßes nicht fehlen. Als geborene Dresdnerin gehört da natürlich der Stollen auf den Tisch, den ich Dank meiner Eltern jedes Jahr auch hier in Berlin genießen darf. Ich habe auch schon selbst Stollen gebacken. Aber ich bin ganz ehrlich, so wie der Bäcker in Dresden bekomme ich es nicht hin. Am Besten hat er dann zu Ostern geschmeckt, als er richtig durchgezogen war. Also das Stollen backen überlassen ich lieber den Profis. Doch die kleinen Marzipan-Früchte-Gugl´s haben mit dem Stollen Einiges gemeinsam. Durch das Marzipan, die verschiedenen Früchte und die Pistazien hat mich der Geschmack, sehr an einen Stollen erinnert. Da die Früchte in Alkohol eingelegt werden, habe ich nur eine kleine Ecke probiert. Aber ich fand es so lecker, dass er nächstes Jahr auf jeden Fall in der großen Variante auf den Tisch kommt. Und da darf ich ja dann auch ordentlich und ohne Bedenken zugreifen. 🙂

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Habe ich Euch neugierig gemacht? Dann habe ich hier das Rezept für Euch:

Ihr benötigt für 16 Mini-Gugl

100 g getrocknete Soft-Aprikosen
50 g getrocknete Soft-Cranberrys
50g kandierter Ingwer
30 g getrocknete Soft-Datteln
40 g gehackte Pistazienkerne
4 EL Orangenlikör
90 g weiche Butter + etwas zum Einfetten der Form
1 Vanilleschote
20 g Marzipanrohmasse (kalt)
60 g brauner Zucker
1 Prise Salz
2 Eier (Größe M)
ca. 60 g Orangenmarmelade
140 g Mehl
1/2 TL Weinsteinbackpulver
1 EL Puderzucker

Weihnachtsgugl05Und so wird´s gemacht:

Die getrockneten Früchte im elektrischen Multihacker sehr fein hacken, mit den gehackten Pistazien und dem Orangenlikör verrühren und 2 Stunden ziehen lassen. Wenn Ihr keine Mini-Gugl´s macht, dann müssen die Früchte auch nicht ganz so klein gehackt sein. Aber für die kleinen Kerlchen hier, war ich schon sehr froh, dass unser Multihacker das für mich erledigt hat. Denn mit klein schneiden und dann vielleicht noch mit Wiegemesser Nachbearbeiten, dauert das ewig, da die Früchte ja recht klebrig sind.
Die Marmelade durch ein Sieb streichen und 40 g abmessen.

Weihnachtsgugl04Das Marzipan am Besten kurz in den Tiefkühler legen und dann grob raspeln. Das Mark der Vanilleschote auskratzen und zusammen mit der weichen Butter, dem Zucker, einer Prise Salz und dem Marzipan mit den Schneebesen des Handmixers cremig rühren. Nicht zu früh aufhören zu rühren. Der Zucker sollte sich schon aufgelöst haben und es sollte in der Schüssel nicht mehr „knirschen“ (vom Zucker). 😉 Nun die Eier einzeln unterrühren.

Weihnachtsgugl03Das Mehl mit dem Backpulver mischen und zusammen mit der abgemessenen Marmelade zu der Eiermasse geben. Zum Schluß die Früchte-Pistazien-Mischung noch unterheben und den Teig in die vorher eingefetteten Mulden der Gugl-Form geben. Das macht sich am Besten, wenn Ihr den Teig in einen Gefrierbeutel füllt und dann eine Ecke abschneidet. Dann könnt Ihr wie mit einem Spritzbeutel den Teig in die Mulden füllen. Die Gugl´s jetzt im vorgeheizten Backofen bei 190 Grad ca. 15 Minuten backen. Die etwas größeren Gugl habe ich insgesamt 25 Minuten im Ofen gelassen.

Weihnachtsgugl02Auf eine Schokoglasur habe ich diesmal verzichtet. Denn sonst geht der Geschmack der Früchte und dem Marzipan unter. Doch etwas Puderzucker können die kleinen Kerlchen zum Schluß noch gut vertragen.

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Ich wünsche Euch jetzt einen schönen 3. Advent. Macht es Euch gemütlich und genießt die Weihnachtszeit.

Eure Katrin

Blueberry-Cheesecake-Brownie

Jetzt habe ich Euch aber wirklich lange auf ein „Lebenszeichen“ von mir warten lassen. 😉 Doch durch die Geburt unseres Sohnes, ist Nichts mehr wie vorher und die Prioritäten haben sich komplett geändert. Denn der kleine süße Kerl verlangt meine volle Aufmerksamkeit und die soll er auch bekommen.:-) Deshalb werden auch in Zukunft die Beiträge und Rezepte auf Geschmacks-Sinn etwas weniger werden.

Die letzten Wochen sind wirklich schwer in Worte zu fassen. Es ist einfach ein unglaubliches Glücksgefühl, so ein kleines zartes Wesen in seinen Armen zu halten und ihn zu knuddeln, zu knutschen und ihm all seine Liebe schenken zu können. Jetzt ist er schon 11 Wochen alt und hat sich sagenhaft verändert. Das Schönste Geschenk ist natürlich sein herzliches Lachen. Da geht einem einfach das Herz auf und all die schlaflosen bzw. kurze Nächte sind vergessen ;-).

DSC_5943_13x18Natürlich hat sich auch kulinarisch Einiges verändert. Ich habe mich soooo sehr auf Sushi und Mettbrötchen gefreut nach der Schwangerschaft. Das könnt Ihr Euch gar nicht vorstellen. Und auch das erste Brötchen mit Camembert, war ein Genuss. 🙂 Doch schnell habe ich auch gemerkt, dass ich zwar die ganzen „rohen Lebensmittel“ wieder essen darf aber ganz viel Gemüse und Obst jetzt tabu ist, da der kleine Mann davon Blähungen bekommt. 🙁 Das ist natürlich nicht so schön. Aber auch das ist ja nur eine Frage der Zeit, bis er das dann auch langsam verträgt. Und bis dahin gibt es ganz viel Möhren, Kürbis und Kartoffeln. Denn die verträgt er super. 🙂

IMG_9332Aber ich habe Euch natürlich auch ein Rezept mit gebracht. Und zwar etwas Süßes. Denn zur Zeit kann ich echt nicht genug von Kuchen oder Schokolade bekommen. Stillen macht also wirklich hungrig. Und deshalb gibt es heute Kuchen satt. Und da wird auch nicht auf die Kalorien geschaut.

Das Rezept ist aus einer älteren „Lecker Bakery“ und ich wollte es schon sooo lange mal backen. Aber jetzt war es soweit und es ist mega lecker. Diese Kombination aus unglaublich schokoladigen Brownie und fruchtigem Cheescake. Einfach nur geil!

IMG_9325Zutaten für ca. 25 Stücke:

125 g Blaubeeren
400 g Frischkäse
250 g Schmand
50 g Zucker
4 Eier
1 EL Speisestärke
125 g Butter + etwas zum fetten der Form
150 g Zartbitterschokolade
125 g brauner Zucker
Salz
100 g Mehl
25 g Backkakao
1/2 TL Backpulver

IMG_9322Die Blaubeeren waschen oder auftauen, falls ihr TK-Beeren verwendet. Nun den Frischkäse, Schmand,  weißen Zucker, 2 Eier und die Speisestärke glatt rühren.

Den Ofen mit 180 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen und eine quadratische Springform mit ca. 24×24 cm mit etwas Butter fetten.

IMG_9318Für den Brownie-Teig, die Schokolade in Stücke brechen und zusammen mit der Butter, welche ebenfalls in Stücke geschnitten wird,in einem Topf bei schwacher Hitze schmelzen. Die restlichen 2 Eier, braunen Zucker und 1 Prise Salz mit den Schneebesen des Rührgeräts 3–4 Minuten cremig aufschlagen. Die Schokoladenbutter nun vom Herd nehmen und sofort in die Eiermasse rühren.

IMG_9316Das Mehl, Kakao und Backpulver mischen und zügig unter die Schokoladen-Eier-Masse rühren. Den Teig in die Form geben und glatt streichen.

Jetzt die Beeren unter die Frischkäsemasse heben, vorsichtig auf den Brownieteig verteilen und im heißen Backofen 40–45 Minuten backen.

Schade dass alles aufgegessen ist. Denn während ich das hier so schreibe, bekomme ich schon wieder Appetit auf ein Stückchen.

So dass soll´s erst mal wieder von mir gewesen sein. Denn ich glaube auch unser kleiner Schatz hat gerade Hunger bekommen und ist etwas ungeduldig ;-).

IMG_9314Das nächste Mal bringe ich Euch auch wieder ein herzhaftes Rezept mit.

Aber eins muß noch kurz gesagt werden. Ich möchte mich bei Euch bedanken, dass Ihr trotz fehlender neuen Rezepte, so fleißig meinen Blog besucht habt. Das freut mich riesig. Und ich verspreche Euch, dass Ihr diesmal nicht ganz so lange auf ein neues Rezept warten müsst. Nur mit den Bildern muss ich mir noch etwas einfallen lassen. Da wir ja nun nicht mehr mit Tageslicht gesegnet sind, muss wieder etwas mehr zum fotografieren aufgebaut werden. Und das ist natürlich etwas zeitaufwendig. Aber auch da wird sich eine Lösung finden.

Jetzt genießt das Wochenende und fühlt Euch alle mal ganz lieb von mir gedrückt.

Eure Mama Katrin 😉

Kindheitserinnerung: Papageienkuchen

Habt Ihr ein Rezept, was Euch immer wieder an Eure Kindheit erinnert? Bestimmt! Bei mir ist das definitiv der Papageienkuchen. Denn diesen gab es jedes Jahr an meinem Geburtstag. In den ersten Jahren, weil meine Mutter ihn einfach immer gebacken hat und irgendwann war es aber auch wirklich so, dass ich ihn mir jedes Jahr gewünscht habe. Denn ich mochte diese Tradition und wollte darauf nicht verzichten. Irgendwann kam ich natürlich in das Alter, wo ich ihn auch selber backen konnte. 😉

Papageienkuchen05

Nun gebe ich ehrlich zu, dass ich in den letzten Jahren etwas mit der Tradition gebrochen habe. Das liegt nicht daran, dass er mir nicht mehr schmeckt. Aber es gibt einfach so viele tolle Kuchenrezepte, die ich noch ausprobieren möchte und da wird eben selten ein Kuchen doppelt gebacken. Aber dieses Jahr war definitiv der Papageienkuchen mal wieder an der Reihe. Egal wieviele tolle Rezepte darauf warten, noch gebacken zu werden. Es musste dieser Kuchen auf den Tisch!

Papageienkuchen01Optisch ist er jetzt vielleicht keine Augenweide. Es gibt wirklich farbenfrohere Papageienkuchen. Aber auch wenn man bei dem Namen des Kuchens knallbunte Farben erwartet, bin ich meinem Rezept treu geblieben und das enthält eben keine künstlichen Farbstoffe. Geschmacklich enttäuscht der Kuchen allerdings nicht. Denn am liebsten mag ich die Kuchenstücke, wo am meisten von der Roten Grütze drin ist. Das war als Kind schon so. Denn diese schmecken einfach herrlich fruchtig nach Himbeere. Mittlerweile sieht man auch oft blau und grün in den Papageienkuchen. Das grün bekommt man sicherlich auch auf natürliche Weise mit Waldmeister hin. Aber bei mir waren es immer nur die 3 Farben von Kakao, Vanille und Himbeere. Und so mag ich es auch. 🙂

Papageienkuchen04Ihr benötigt für eine Guglhupfform:

300 g Zucker
4 Eier
300 g Margarine oder Butter
300 g Mehl
1 Pck. Backpulver
1 Becher saure Sahne
1 Pck. Rote Grütze Himbeergeschmack
1 Vanilleschote
2 EL Kakaopulver (Back-Kakao)

250 g Puderzucker
4 EL frisch gepressten Zitronensaft

Papageienkuchen02Und so wird´s gemacht:

Den Backofen mit 200 Grad Ober- /Unterhitze vorheizen.

Den Zucker und die Eier schaumig rühren. Die Margarine (oder Butter) zergehen lassen und nach und nach zu der Zucker-Eier-Mischung dazugeben. Nun noch das Mehl, Backpulver und die Saure Sahne dazugeben und alles zu einem einheitlichen Teig verrühren. Fertig ist der Grundteig welcher jetzt in 3 gleich große Teile geteilt wird. In den einen Teil verrührt ihr den Kakao, in den anderen schabt ihr die Vanilleschote aus gebt das Mark in den Teig und in den letzten Teil verrührt Ihr das Rote Grütze Pulver.

Wer keine Silikonbackform hat, fettet seine Form bitte vorher noch mit etwas Butter aus. Jetzt gebt ihr einfach Löffelweise die unterschiedlichen Teige in die Backform. Einfach immer ein bisschen darauf achten, dass die Farben gut verteilt sind.

Papageienkuchen03Den Kuchen im Backofen ca. 40 bis 45 Minuten backen. Am besten macht ihr den Stäbchentest und stecht mit einem Holzstäbchen an unterschiedlichen Stellen in den Kuchen ein. Bleibt kein roher Kuchenteig mehr am Stäbchen hängen, so ist der Kuchen fertig und ihr könnt ihn auskühlen lassen.

Für den Guß einfach den Puderzucker mit dem Zitronensaft verrühren und auf dem Kuchen verteilen. Wenn der Guß trocken ist, kann der Kuchen angeschnitten und genossen werden.

Ich hoffe mein kleiner Ausflug in die Kindheit hat Euch genauso gefallen wie mir. Jetzt widme ich mich aber erst mal wieder der Zukunft und kuschel mit unserem Sohne-Mann. 🙂

Eure Katrin

Ein Stückchen Heimat: Dresdner Eierschecke

Heute habe ich Euch mal wieder ein Stückchen Heimat mitgebracht. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Es gibt Dresdner Eierschecke. Eines meiner absoluten Lieblingskuchen! Warum ich diesen Kuchen so liebe? Ganz einfach. Der Geschmack ist einfach unvergleichlich lecker! Der Kuchen besteht aus 3 Schichten. Bei dem Boden gibt es verschiedene Varianten. Manche mögen ihn als Hefeteig. Ich persönlich ziehe den Mürbeteig vor. Die mittlere Schicht ist eine Quarkmasse mit Vanillepudding und die wichtigste und leckerste Schicht ist eine lockere Eierschaummasse bzw. auch Eierschecke genannt. Und genau diese letzte Schicht, macht diesen Kuchen unvergleichlich lecker. Denn sie ist soooooo lecker. Einige essen sogar die Eierschecke oben als erstes und danach erst den Rest. 🙂 Aber bei mir geht es immer komplett durch alle 3 Schichten mit der Gabel. Hmmmm …. ich kann gar nicht aufhören zu schwärmen.

Eierschecke04

Der nächste Heimatbesuch wird wohl noch ein bisschen dauern, denn mit unserem Bauchzwerg wollen wir natürlich erst mal die Ruhe zu Hause genießen und nicht gleich auf Reisen gehen. Ich habe mehrere Versuche gestartet, bis ich mit dem Rezept zufrieden war. Aber mit diesem Rezept kann ich als Alternative zum Original in der Heimat ganz gut leben.

Ihr benötigt für eine 26 cm Springform:

1 Pck. Vanillepudding

für den Boden:
150 g Mehl
50 g Butter (Zimmertemperatur)
75 g Zucker
1 Ei (Zimmertemperatur)
1 Prise Salz
1/2 Pck. Backpulver

für die Quarkmasse:
750 g Quark (20% Fett)
die Hälfte vom gekochten Pudding
150 g Zucker
1 Prise Salz
2 EL Kartoffelmehl
1 Eigelb
den Saft 1/2 Zitrone

für die Eierschecke:
die andere Hälfte vom gekochten Vanillepudding
125 g Butter (Zimmertemperatur)
3 Eigelb
100 g Puderzucker
2 EL Kartoffelmehl
1 Pck. Vanillezucker
4 Eiweiß
1 Prise Zucker

Eierschecke03

Und so wird´s gemacht:

Als erstes kocht ihr nach Packungsangaben das Päckchen Vanillepudding und lasst diesen auf Zimmertemperatur abkühlen.

Die Zutaten für den Boden in eine Rührschüssel geben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig in eine gefettete Springform geben und am Boden fest andrücken. Dabei auch einen kleinen Rand von ca. 1 cm formen.

Jetzt kommen wir schon zur zweiten Schicht. Wieder werden einfach nur alle Zutaten miteinander verrührt und schon könnt ihr die Quarkmasse auf dem Boden in der Springform verteilen.

Eierschecke01

Und nun zur leckeren Eierschecke. Alle Zutaten bis auf die 4 Eiweiß und eine Prise Zucker miteinander verrühren. Die 4 Eiweiß zusammen mit der Prise Zucker zu Schnee schlagen und vorsichtig unter die restliche Masse heben. Das Ganze nun auf die Quarkmasse gießen und für 60 Minuten bei 170 Grad Ober-/ Unterhitze backen. Die Schecke sollte nun einen schönen goldgelben Glanz haben.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und auch wenn man ihn am liebsten sofort anschneiden würde, warten bis er komplett ausgekühlt ist. 😉

Eierschecke02

Diesmal konnte ich mich nicht beherrschen und habe gleich ein großes Stück probiert, bevor ich auch nur ansatzweise daran gedacht habe, den Kuchen für Euch zu fotografieren. 🙂 Aber danach habe ich mich dann doch noch besonnen und ein paar Bilder für Euch gemacht.

Habt Ihr auch so ein Lieblingsgericht was Euch an die Heimat erinnert? Dann erzählt mir gerne davon.

Eure Katrin

Lemon-Cheescake auf Knusperboden mit Matchahaube

So heute gibt es mal wieder etwas Süßes bei Geschmacks-Sinn. Und das aus einem ganz bestimmten Grund. Denn Sarah mit Ihrem grandios leckerem Blog Knusperstübchen feiert wieder den „Knuspersommer„. Genau wie im letzten Jahr, sucht Sie nach leckeren Rezepten. Auch letztes Jahr war ich natürlich gerne dabei. Da gab es den „Pflaumen-Haselnuss-Kuchen mit Knusperbaiser„. Der war so lecker, dass ich ihn dieses Jahr bestimmt noch mal backen werde. Die ersten Pflaumen gibt es ja auch schon zu kaufen.

Banner1Aber für dieses Jahr, musste ein neuer Kuchen her. Also habe ich mir mal überlegt, was Sarah so gerne mag. Auf jeden Fall liebt sie Cheescake genauso gerne, wie ich. Also gut, warum nicht einen Cheescake? Aber was für einen?  Hmmmm…. Zitrone mag sie auch. Also bekommt die Cheescakemasse noch ein Zitronenaroma. Für den Knuspereffekt (der natürlich unter keinen Umständen fehlen darf) sorgt der Knusperboden. Aber etwas farbenfrohes hätte ich auch gerne noch dabei. Deshalb bekommt der Cheescake noch eine Creme mit Matcha obendrauf und wird mit frischen Beeren geschmückt. 🙂

Lemon-Cheescake07

Matcha ist eigentlich nichts anderes als ein Grüner Tee, der zu ganz feinem Pulver gemahlen ist. Geschmacklich ist er doch sehr herb und daher nicht Jedermanns Sache.  Ich persönlich mag auch nicht alles, wo Matcha drin ist. Aber so einen Matcha-Eiscafe finde ich z.B. sehr lecker. Matcha-Muffins hingegen sind mir vom Geschmack zu intensiv und zu herb. Bei dem Lemon-Cheescake hier passt er perfekt. Denn durch die frische Cheescake-Creme und den Knusperboden, welcher auch eine leicht salzige Note bekommen hat, war er die perfekte Ergänzung. Und die herbe Note des Grünen Tees hat man überhaupt nicht geschmeckt.

Lemon-Cheescake06

So jetzt möchte ich Euch auch nicht länger auf die Folter spannen:

Ihr benötigt für eine 24 cm Springform

200 g Hobbit-Kakao-Kekse
110 g flüssige Butter
1/2 TL Salz
5 Eier
600 g Frischkäse (ich nehme immer Philadelphia)
180 g Zucker
abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
300 g Saure Sahne
2 TL Matcha Tee Pulver
1 Pck. Vanillinzucker

Alufolie

Lemon-Cheescake05

Und so wird´s gemacht:

Den Ofen mit 160 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Die Springform am Boden mit Backpapier auslegen, die Ränder einfetten und die komplette Form von außen mit 2 Lagen Alufolie umhüllen. Die Kekse mit einem Mixer fein zermahlen oder in einen Gefrierbeutel geben, diesen verschließen und mit einem Nudelholz so lange darüber rollen, bis Ihr feine Brösel habt. Nun die Brösel mit der flüssigen Butter und dem Salz verrühren. Die Keksmasse in die Springform geben und gut am Boden festdrücken. Das geht am besten mit der Rückseite eines Löffels.

Lemon-Cheescake03

Den Frischkäse, die Eier, den Zucker und die abgeriebene Schale der Zitrone in eine Schüssel geben und mit den Schlagbesen des Handmixers zu einer glatten Masse verrühren. Wundert Euch nicht, dass die Masse recht flüssig ist. Das ist schon richtig so. Die Masse nun auf den Boden gießen. Jetzt braucht Ihr eine Auflaufform, in die Ihr die Springform stellen könnt. Kocht etwas Wasser auf und gießt es in die Auflaufform, so dass die Springform mindestens zu 1/4 im Wasser steht. Die Alufolie sorgt dafür, dass die Springform wasserdicht ist und dass der Kuchen keine Risse bekommt. Jetzt kommt der etwas schwierige Teil. Denn das ganze muss in den Ofen „balanciert“ werden. Und das möglichst ohne sich zu verbrühen. 😉 Der Kuchen verweilt jetzt ca. 60 Minuten im Ofen. Den Kuchen vorsichtig aus dem Ofen nehmen und an der Oberfläche etwas abkühlen lassen.

Lemon-Cheescake02

Die saure Sahne mit dem Vanillinzucker und dem Matchapulver verrühren und noch mal für 10 Minuten im Ofen backen. Die Ofentür einen Spalt öffnen und den Kuchen auskühlen lassen. Es ist nicht schlimm, wenn der Kuchen direkt nach dem Backen, in der Mitte noch etwas „schwabbelt“. Durch das auskühlen wird er fest. Am Besten laßt Ihr den Kuchen noch eine Nacht im Kühlschrank stehen und schneidet ihn erst am nächsten Tag an.

Lemon-Cheescake04

So liebste Sarah, es war mir eine Freude wieder bei Deinem „Knuspersommer“ dabei sein zu dürfen und ich hoffe der Cheescake ist ganz nach Deinem Geschmack. Ich werde weiterhin treuer Knusperstübchen-Fan bleiben. Denn diese unglaublich vielfältigen Rezepte sind mit so viel Herz und Leidenschaft vorgestellt, dass man am liebsten gleich alles sofort nachbacken bzw. kochen möchte.

Ich wünsche Allen noch eine angenehme Woche und einen guten Start ins Wochenende

Eure Katrin

Erdbeer-Schokoladen-Pinwheel mit Vanillepudding

Heute wird synchron gebacken! Denn das Knusperstübchen, Herznah und  olles Himmelsglitzerdings haben eingeladen, mit ihnen zusammen die Pinwheel-Liebe zu teilen und backen heute synchron ein Pinwheel. Da habe ich mich natürlich sehr gern angeschlossen. Und ich hatte auch sofort eine Idee. Nach meinem Zucchini-Schafskäse-Pinwheel, sollte es diesmal etwas Süßes sein. Zur Erdbeerzeit war auch schnell klar, dass ich mal eins mit Erdbeeren probieren wollte. Und was passt gut zu Erdbeeren? Meiner Meinung nach Pudding und Schokolade. Aber funktioniert ein Pinwheel auch mit Pudding oder wird das dann alles zu feucht und schadet dem Hefeteig? Ach was soll´s. Ich hatte genau auf diese Kombination Appetit und wenn es nichts wird, dann haben wir auch an Erfahrung dazu gelernt 😉

Schokoladen-Erdbeer-Pinwheel06Und wie ist das Ganze nun ausgegangen?

– Geschmacklich der Hammer (und das ist ja die Hauptsache)
– Kakao im Hefeteig funktioniert super
– Pudding im Pinwheel rutscht beim backen leider etwas nach unten, so dass dann kleine Hohlräume entstehen 🙁
– Erdbeeren im Pinwheel verlieren durch das Backen meiner Meinung nach Ihren leckeren Geschmack 🙁

ABER wenn man nach dem Auskühlen noch ein paar frische Erdbeeren in die entstandenen Hohlräume gibt und dann noch zusätzlich mit frischen Erdbeeren dekoriert, dann ist der Traum von Erdbeeren mit Pudding im Schokoladen-Pinwheel perfekt

Schokoladen-Erdbeer-Pinwheel01Ihr benötigt für eine 26 cm Springform:

Für den Hefeteig:
1 Pck. Trockenhefe
1 EL Honig
170 ml lauwarme Milch
370 g Mehl
50 g Back-Kakao
2 Eier (Größe M)
3 EL Zucker
Prise Salz

Für die Füllung:
1 Pck Vanillepudding
4 EL Zucker
500 g Erdbeeren

Für die Deko:
250 g Erdbeeren
200 g weiße Schokolade

Schokoladen-Erdbeer-Pinwheel05Und so wird´s gemacht:

Den Pudding nach Packungsanweisung kochen, in eine Schüssel gießen und direkt an der Oberfläche mit Folie abdecken. So entsteht beim Abkühlen keine Haut an der Oberfläche.

Die Hefe mit 50 ml lauwarmer Milch und dem Honig verrühren, abdecken und ca. 10 Minuten quellen lassen. Nun das Mehl, Kakao, Eier, Zucker, Salz und die restliche lauwarme Milch zum Hefegemisch geben und zu einem glatten Hefeteig verkneten. Ich nutze dazu gerne meine Küchenmaschine. Allerdings knete ich zum Schluß den Teig noch mal mit den Händen kräftig durch. Nun den Hefeteig abgedeckt mind. 1 Stunde ruhen lassen. Er sollte sich vom Volumen verdoppelt haben nach der Ruhezeit.

Schokoladen-Erdbeer-Pinwheel02Jetzt den Teig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche rechteckig ausrollen. Der Pudding sollte jetzt auch abgekühlt sein. Diesen auf den Teig geben, die Erdbeeren waschen, putzen und in Scheiben geschnitten auf dem Pudding verteilen. Da im Hefeteig recht wenig Zucker drin ist, habe ich die Erdbeeren noch mal mit Zucker bestreut.

Schokoladen-Erdbeer-Pinwheel07Den Hefeteig nun vorsichtig mit einem scharfem Messer längs in ca. 3 cm breite Streifen schneiden. Diese Streifen dann nochmal quer halbieren. Denn die langen Streifen lassen sich sonst sehr schwer in die Springform legen. Der erste Streifen wird zu einer Schnecke zusammengerollt und in die Mitte der Springform gelegt. Alle anderen Streifen werden nach und nach um diese Schnecke in der Mitte herum gelegt. Bei dem Zucchini-Pinwheel habe ich von den einzelnen Schritten ein paar Bilder gemacht. Also schaut Euch gerne dort noch mal an, wie es gemacht wird. Oder ihr schaut beim Knusperstübchen vorbei. Da ist die Anleitung auch toll in Bildern erklärt.

Schokoladen-Erdbeer-Pinwheel03Durch den Pudding ist das zusammensetzen des Pinwheels ein bisschen glitschig. Macht aber nix. Zum Schluß solltet ihr nun eine schöne große Hefeschnecke in eurer Springform haben. Diese wird nun abgedeckt, so dass sie noch mal ca. 30 Minuten ruhen kann und der Hefeteig wieder ein bisschen aufgeht.

Den Backofen mit 150 Grad Ober- / Unterhitze vorheizen und das Pinwheel ca. 45 Minuten backen. Das Pinwheel aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Schokoladen-Erdbeer-Pinwheel02Wie bereits erwähnt, haben sich bei mir leider ein paar Hohlräume ergeben und ich war mit dem Ergebnis optisch nicht ganz so zufrieden. Aber da ich noch frische Erdbeeren hatte, habe ich noch welche in kleine Stücke geschnitten und diese dann in die Hohlräume gegeben. Die weiße Schokolade habe ich über dem Wasserbad schmelzen lassen, in eine Gefriertüte gegeben, eine kleine Ecke abgeschnitten und über dem Pinwheel verteilt. Da ich immer noch Erdbeeren und Schokolade übrig hatte, wurden die Erdbeeren noch in der restlichen weißen Schokolade eingetaucht und auf dem Pinwheel verteilt.

Fazit meines Experiments: Die frischen Erdbeeren waren die perfekte Ergänzung zum Schokoladenhefetig mit Pudding. Die gebackenen Erdbeeren verlieren leider an Geschmack.

Nun wünsche ich Euch noch einen schönen Sonntag und einen tollen Start in die kommende Woche

Eure Katrin

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