Knusperfladen mit Hack-Ei-Füllung

Juhu … es gibt ein neues Rezept bei Geschmacks-Sinn. Und Ihr könnt mir glauben, dass ich mich darüber genauso freue, wie Ihr. Denn auch wenn ich momentan kaum zum bloggen komme, da ich die letzten Tage und Wochen einfach nur mit meiner kleinen Familie verbringen wollte, bis die KITA anfängt, so vermisse ich die Zeit zum Kochen und Backen schon ein wenig. Aber ich weiß, dass dies nur eine Phase ist und bald auch wieder andere blogreiche Zeiten folgen werden!

Knuspersommer-1Es war mir jedoch wichtig, wieder bei Sarah´s Knuspersommer dabei zu sein. Liebste Sarah, ich weiß ich bin diesmal sehr spät dran aber es ist mir wieder eine Freude, bei deinem Knuspersommer dabei zu sein! Nachdem es in den letzten beiden Jahren mit dem Pflaumen-Haselnuss-Kuchen mit Knusperbaiser und dem Lemon-Cheescake auf Knusperboden mit Matchahaube etwas Süßes gab, so habe ich mich diesmal für etwas Herzhaftes entschieden.

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Außerdem möchte ich mich mit diesem Rezept auch bei allen lieben und treuen Lesern bedanken. Glaubt mir, ich bin total gerührt, dass Ihr so fleißig meine Seite besucht und mir trotz der wenigen neuen Rezepte, die Treue haltet. Ein ganz großes Dankeschön an Euch! Ihr seid die Besten! Fühlt Euch alle mal ganz lieb gedrückt. Ja als “Neumama” wird man irgendwie sentimentaler. Hi Hi. Da mich ganz viele gefragt haben, wie es mir so geht, sei gesagt: Ich bin einfach nur überglücklich und unendlich dankbar, dass mein Schatz und ich mit so einem lebensfrohen und vor allem gesunden Kind gesegnet sind. Ich genieße es einfach Mama zu sein und mir geht das Herz auf, wenn ich meine beiden Männer zusammen sehe. Natürlich kommt das Backen und Kochen nicht zu kurz. Aber ich gebe zu, dass ich in letzter Zeit selten zu ausgefallenen Rezeptideen komme. Es kommt schon eher die schnelle Feierabendküche auf den Tisch. Und wie ihr gleich an dem Rezept für die Knusperfladen sehen werdet, habe ich fertigen ausrollbaren Hefeteig verwendet. Ja auch das gibt es mal im Hause Geschmacks-Sinn. Das wird definitiv nicht zur Gewohnheit werden aber für dieses Rezept, ist der Teig wirklich eine gute und schnelle Alternative zum frischen Hefeteig.

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Ihr benötigt für 6 Stück:

2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 EL Öl
600 g Hackfleisch (ich habe Rindfleisch genommen)
2 EL Tomatenmark
Salz, Pfeffer
1 TL getrockneter Thymian
2 Tomaten
6 Eier
500 g Hefeteig aus dem Frischeregal zum ausrollen
400 g Schmand
Kresse

Und so wird´s gemacht:

Die Zwiebeln und Knoblauchzehen schälen und fein würfeln oder hacken. Beides in einer großen Pfanne in dem Öl glasig dünsten und das Fleisch zusammen mit dem Tomatenmark dazugeben. Wenn das Fleisch krümelig gebraten ist, mit Salz, Pfeffer und dem Thymian würzen. Die Tomaten ebenfalls in kleine Würfel schneiden und zur Hackfleischfüllung geben. Die Hackfleischfüllung nun etwas abkühlen lassen.

Inzwischen 5 Eier in ca. 7 Minuten wachsweich kochen, abschrecken, abkühlen lassen und pellen.

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Den Backofen auf 200 Grad Ober- Unterhitze vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen und den Hefeteig auf der Arbeitsfläche ausbreiten. Den Teig in 6 Portionen teilen. Ich habe die Ecken abgeschnitten/abgerundet, so dass ich jeweils eine ovale Form hatte. Das restliche Ei verquirlen und die Teigfladen damit dünn bestreichen.

3 von den gekochten Eiern klein würfeln, mit dem Schmand verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Schmand-Ei-Mischung auf den Teigfladen verteilen und darauf die Hackfleischmischung geben. Bitte lasst ca. 1,5 bis 2 cm Platz am Rand. Denn dieser wird nun über die Füllung geklappt, etwas angedrückt und mit dem übrigem verquirlten Ei bestrichen.

Die Knusperfladen nun im Backofen in ca. 20 Minuten goldbraun backen.

Inzwischen die Kresse “vom Beet abschneiden” und die zwei übrig gebliebenen gekochten Eier klein würfeln.

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Die Knusperfladen sollten nun fertig sein und können aus dem Ofen. Nun werden sie noch mit dem Ei und der Kresse bestreut und schon kann gegessen werden.

Hmm … da bekomme ich zu später Stunde gleich nochmal Appetit.

Ich wünsche Euch einen tollen Start in die neue Woche. Bei mir wird diese sehr ergreifend. Denn unser kleiner Schatz kommt in die KITA. Für ihn ist es glaube genau das Richtige und ich bin mir sicher, dass es ihm dort gefallen wird. Und auch wenn ich weiß, dass er dort in sehr guten Händen ist, wird es für mich sehr schwer sein, meinen geliebten Schatz nicht mehr den ganzen Tag bei mir zu haben! Bevor jetzt noch ein paar Tränchen des Wehmuts auf meine Tastatur kullern, sage ich erst mal Tschüss für heute.

Eure Katrin

Skolebrød – norwegisches “Schulbrot

Jetzt habe ich mich aber wirklich lange nicht zu Wort gemeldet. Es ist nicht so, dass mir die Lust zum Bloggen, Kochen oder Backen vergangen ist, aber manchmal lässt es die Zeit einfach nicht zu. Dann liege ich abends im Bett und bin etwas enttäuscht, dass ich es wieder nicht geschafft habe, mich mal meinem Blog zu widmen. Denn an Rezeptideen fehlt es definitiv nicht. Da schwirrt mir ganz viel im Kopf herum. Aber dann ist da eben auch so ein kleiner süßer Fratz der einen von früh bis abends anlächelt und der uns so unglaublich viel Freude macht. Und dann vergeht jeder Tag und jede Woche einfach viel zu schnell.

Eine-kulinarische-3Auch dieses Jahr geht es mit unserer kulinarischen Entdeckungsreise weiter. Nachdem ich Euch vor 2 Jahren mit einem 3 Gänge Menü mit nach Frankreich genommen habe und letztes Jahr einen kleinen kulinarisches Kurztrip nach Schweden gemacht habe, wollte ich mich diesmal einfach überraschen lassen und habe mir ein Land “zuweisen” lassen. An dieser Stelle auch wieder ein ganz herzliches Dankeschön an Sarah vom Knusperstübchen für die tolle Organisation. Fühl Dich ganz lieb gedrückt.

So und wo geht es nun hin? Es geht nach Norwegen. Mein erster Gedanke war ….”Hmmmmm lecker, da gibt es ganz viel Fisch”. Und ich liebe Fisch. Da ich selber noch nie in Norwegen war, habe ich leider keine persönlichen Eindrücke, die ich mit Euch teilen kann. Also blieb mir nur die Recherche im Internet. Aber ich muss Euch sagen, dass ich dabei wirklich Fernweh bekommen habe. Leider ist mein Schatz ein Sonnenanbeter und braucht die Sonne und das Meer im Urlaub. So konnte ich ihn noch nicht davon überzeugen, einmal im Norden länger Urlaub zu machen. Naja vielleicht arbeite ich einfach noch ein bisschen an meiner Überzeugungstaktik ;-)

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Nachdem ich mich erst nicht für ein Rezept entscheiden konnte, ist es nun ein traditionelles norwegisches Gebäck mit dem Namen “Skolebrød” geworden. Übersetzt heißt das so viel wie “Schulbrot” und stammt aus den 50er Jahren als man auf der Suche nach einem einfachen Gebäck war, dass die Schüler auf die Hand nehmen können. Und einfach ist das Rezept nun wirklich. Denn es ist ein Hefeteig, der mit Pudding gefüllt wird und danach mit Zuckerguss und Kokosraspeln verziert wird.

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Ihr benötigt für 10 Stück:

1 Pck. Trockenhefe
250 ml lauwarme Milch
80 g Zucker
500 g Weizenmehl
1 Ei
1 Prise Salz
1 TL Weinsteinbackpulver
70 g weiche Butter
1 Päckchen Vanillepudding
1 Eigelb
2 EL Milch
125 g Puderzucker
2 EL Zitronensaft
Kokosraspeln

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Und so wird´s gemacht

Die Hefe und die Hälfte des Zuckers mit etwas lauwarmer Milch verrühren und ca. 10 Minuten abgedeckt quellen lassen. Nun die restliche Milch zusammen mit dem Mehl, restlichen Zucker, dem Ei, Zimt, Salz und dem Backpulver zum Vorteig geben und mit den Knethaken der Küchenmaschine bei geringer Geschwindigkeit ca. 5 Minuten kneten. Nun die Geschwindigkeit höher stellen und die Butter nach und nach unterrühren. Die Schüssel nun abgedeckt mind. 1 Stunde an einem warmen Ort ruhen lassen. Das Volumen sollte sich dann verdoppelt haben.

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Jetzt etwas Mehl auf der Arbeitsfläche verteilen, den Teig mit der Hand ordentlich durchkneten, in 10 Stücke teilen und nochmal abgedeckt ca. 10 Minuten ruhen lassen. Während der Teig ruht, kann der Pudding schon mal nach Packungsangabe gekocht werden und lauwarm abkühlen. Ihr benötigt nicht den kompletten Pudding. Aber den Rest habe ich einfach pur weggelöffelt (gibt es dieses Wort überhaupt? ;-)).

Die Teiglinge nun zu kleinen runden Fladen formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Das reicht vollkommen mit der Hand. Denn all zu dünn sollen sie nicht werden. Das Backblech noch ein letztes Mal abdecken und die Teiglinge mind. 30 Minuten ruhen lassen.

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In die Fladen vorsichtig eine Mulde in die Mitte drücken und diese mit dem lauwarmen Pudding füllen. Das Eigelb mit der Milch verrühren, die Fladen damit bestreichen und im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad auf der 2 Schiene von unten ca. 15 Minuten backen. Ich habe nur 4 Stück “fertig gebacken”. Die Anderen habe ich nur 8 Minuten gebacken, auskühlen lassen und dann in der Tiefkühltruhe eingefroren. Die werden dann einfach einander mal fertig gebacken. Denn frisch schmecken sie am Besten.

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Den Puderzucker mit dem Zitronensaft verrühren, die lauwarmen fertig gebackenen Skolebrød damit bestreichen und mit Kokosraspeln bestreuen.

Ach ja schon lecker so ein süßes “Schulbrot”. Obwohl ich mir für meinen Sohn dann doch eher eine ausgewogene Ernährung in der Schule wünsche. ;-) Aber auch in Norwegen gilt Skolebrød mittlerweile als süßes Gebäck zu einer Tasse Kaffee und wird wohl eher selten als Pausensnack mit in die Schule gegeben.

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Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wieviel Freude mir dieser Beitrag nach so einer langen Bloggerpause gemacht hat. Ich habe wieder “Blut gelegt” und irgendwie muss ich es einfach schaffen, das bloggen wieder öfter in meinen Alltag zu integrieren.

Also kommt gut ins Wochenende bis hoffentlich ganz bald

Eure Katrin

Muskat-Waffeltorte mit Orangen-Vanillecreme

Mit süßen Leckereien aus dem Adventspaket hat das letzte Jahr aufgehört und mit einer süßen Waffeltorte möchte ich mit Euch ins neue Jahr starten. Zumindest auf kulinarischer Ebene. ;-) Ich hoffe Ihr habt die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel  gut überstanden. Weihnachten war bei uns etwas stressig, da wir von einer Familie zur anderen gefahren sind und alle natürlich unseren kleinen Spatz sehen wollten. Aber es war trotzdem schön. Den Jahreswechsel haben wir dann in gemütlicher Dreisamkeit verbracht. Ach war das schön! Und dem Kleinen gefällt es natürlich auch, wenn er Papa UND Mama um sich hat.

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Mit meiner kleinen süßen Waffeltorte, die ich heute mitgebracht habe, möchte ich mich auch bei Euch für das letzte Jahr bedanken. Ich lese wirklich jeden Kommentar mit großer Freude. Aber auch bei Euch “stillen” Lesern möchte ich Danke sagen. Auch dafür, dass Ihr mir trotz größerer Pausen, die Treue haltet und fleißig bei mir auf dem Blog vorbei schaut. Vielen lieben Dank.

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Die Inspiration zu dieser Waffeltorte stammt einerseits von der lieben Sarah aus dem Knusperstübchen, die mich mit Ihrer Waffelliebe angesteckt hat und zum anderen von meiner Bäckerin des Vertrauens: Maren von Malu´s Köstlichkeiten. Denn sie hat sich zusammen mit Claudia von Ofenkieker, Nadine von Sweet Pie, Sarah von Das Knusperstübchen, Yushka die Sugarprincess und Sandra’s Tortenträumereien ein grandioses Jahresblogevent ausgedacht: Den Calendar of Ingredients. Jeden Monat verraten uns die Damen 3 Zutaten aus denen man dann etwas Süßes oder gern auch etwas Herzhaftes zaubern und einreichen kann. Diesen Monat sind die Zutaten: Orange, Vanille und Muskatnuss.

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Als ich das gelesen habe, wollte ich natürlich gerne daran teilnehmen.  Die Waffeltorte schwirrte also in meinen Gedanken herum, denn ich wollte schon immer mal eine machen. Orange und Vanille darin unterzubringen, ist jetzt nicht schwer. Aber was mache ich mit Muskatnuss? Hmmm….schmeckt das, wenn ich Muskatnuss in den Waffelteig gebe? Keine Ahnung. Vielleicht etwas ungewöhnlich. Aber warum nicht einfach mal ausprobieren. Und da ich Euch das Rezept heute vorstelle, hat es sogar richtig gut geschmeckt. :-) Ohne das Event, wäre ich nie auf die Idee gekommen, Muskatnusswaffeln zu backen. Also danke Mädels! Es schmeckt großartig! Und für alle die Muskatnuss nicht so mögen, sei gesagt, dass es wirklich nur dezent nach Muskatnuss schmeckt.

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Hier aber nun das detaillierte Rezept:

Ihr benötigt für eine 3 stöckige Waffeltorte

Für die Waffeln:
25 g geschmolzene Butter
125 g Mehl
40 g gemahlene Mandeln
25 g Zucker
1 TL Weinstein-Backpulver
1 Prise Salz
220 ml Milch
2 EL Sprudelwasser
1 Ei
1/4 Muskatnuss gerieben

Für die Creme
Mark 1/2 Vanilleschote
abgeriebene Schale einer Bio-Orange
1 EL Orangensaft
175 g Frischkäse (Doppelrahm)
125 g Quark
25 g Zucker
80 g Schlagsahne

2 Orangen

Für den Schokoladenguß:
100 g Schokolade mit 70% Kakaoanteil
100 g Schlagsahne
15 g Kokosfett

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Und so wird´s gemacht:

Alle Zutaten für die Waffeln in eine Rührschüssel geben und mit den Rührbesen eines Handmixers zu einem glatten Teig verrühren. Das Waffeleisen vorheizen und aus dem Teig nacheinander 3 Waffeln backen und diese auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

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Die Gelatine einweichen. Den Frischkäse, Quark, Zucker, Vanillemark, Orangenschale und -saft miteinander verrühren. Die Sahne steif schlagen, die Gelatine ausdrücken und in einem kleinen Topf auf dem Herd bei geringer Hitze auflösen. Nun 3 EL von der Quarkmasse zu der warmen Gelatine in den Topf geben, miteinander verrühren und dann zu der restlichen Quarkcreme geben. Zum Schluß die geschlagene Sahne unterheben.

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Bei den Orangen die Schale mit dem Messer so abschneiden, dass nichts Weißes mehr zu sehen ist und danach in Scheiben schneiden. Etwas Creme für die Verzierung in einen Spritzbeutel füllen und kalt stellen. Die restliche Creme auf 2 Waffeln verteilen und die Orangenscheiben darauf legen. Nun beide Waffeln aufeinanderlegen und mit der 3. Waffel abdecken. Die Torte erst mal kalt stellen und in der Zeit die Sahne erhitzen. Das Kokosfett und die Schokolade in der Sahne schmelzen, kurz abkühlen lassen und die Waffeltorte damit verzieren. Die restliche Creme mit dem Spritzbeutel auf der Torte anrichten und schon ist sie fertig. Das nächste mal warte ich allerdings, bis die Schokolade fest ist. Dann verrutscht die Creme beim “aufspritzen” nicht so und das Endergebnis ist gleichmäßiger. ;-)

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Also geschmacklich hat mich die Torte trotz bzw. gerade wegen dem Muskatnuss-Experiment sehr überzeugt. Meine Creme ist nicht besonders süß. Ich wollte es aber so haben, denn ich mag es nicht ganz so süß. Also wer es süßer möchte, einfach den Zuckeranteil in der Creme erhöhen. Auch beim Anschnitt war ich positiv überrascht. Denn wenn ich solche Waffeltorten gesehen habe, dachte ich immer, dass die beim Anschnitt bestimmt verrutschen. Aber wie Ihr auf den Bildern sehen könnt, ist das nicht passiert. Zum Glück. :-)

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Jetzt wünsche ich Euch erst mal eine angenehme restliche Woche. Und beim nächsten Mal wartet dann auch wieder ein herzhaftes Rezept auf Euch. Wie wäre es mit einer Maronensuppe oder einem Hirschrollbraten. Hmmmmm…. es wird auf jeden Fall lecker. Versprochen!

Eure Katrin

Gebrannte Chili-Mandeln und die große Bloggerwichtelaktion 2015

Ja ist denn schon Weihnachten? Eigentlich gibt es ja immer erst am Heiligen Abend die Geschenke. Doch auch dieses Jahr haben sich wieder einige Foodblogger zusammen gefunden und sich gegenseitig mit einem Wichtelpaket aus selbstgemachten Leckereien beglückt. Ach Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie viel Freude diese Wichtelaktion macht. Wenn man sieht mit wieviel Liebe zum Detail, die Sachen zubereitet und verpackt sind, dann geht einem einfach das Herz auf. Ein großes Dankeschön geht dabei aber auch an Sarah vom Knusperstübchen. Denn Sie hat die tolle Aktion wieder organisiert und den schönen Banner entworfen.

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Dieses Jahr musste das Vorbereiten natürlich auch etwas besser organisiert werden. Sobald der kleine Mann eingeschlafen war, habe ich mich in die Küche geschlichen und los gelegt. Und ich war oft am zittern und beten, dass er nicht gerade dann wach wird, wenn das Karamell flüssig wird oder das Glühweingelee in die ausgespühlten Gläser umgefüllt werden muss. Aber alles hat super funktioniert und es sind ein paar Kleinigkeiten entstanden, die Ihr auch ganz einfach und schnell nachmachen könnt.

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Diesmal ging mein Wichtelpaket an Carina von den “Foodistas“. Hinter dem Blog verbergen sich 2 talentierte und kreative Geschwisterpärchen, deren Leidenschaft gutes Essen, Kochen und Genuss ist. Schaut mal auf ihrer Seite vorbei und Ihr werdet sehen, mit wieviel Liebe zum Detail sie leckere Rezepte und grandiose Bildern zaubern.

Natürlich durfte in meinem Paket ein Glas Glühweingelee nicht fehlen. Denn es passt geschmacklich hervorragend zu Weihnachten und in die Winterzeit.

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Genauso wie ein Tütchen gebrannte Mandeln. Denn hat man bei schlechtem Wetter mal keine Lust über den Weihnachtsmarkt zu schlendern, knabbert man die Mandeln einfach gemütlich auf der Couch. Das hat der Mann des Hauses auch gleich ausgenutz und ich konnte gar nicht so schnell reagieren, wie die Mandeln weggeknuspert waren. Ich hörte nur ein: “Hmmmm lecker…” und dachte mir nichts weiter dabei. Doch dann musste ich mal schauen, was er jetzt genau meinte und sah die fast leere Schale in seiner Hand. Ich meinte dann leicht verzweifelt: “Die sollten eigentlich in das Wichtelpaket für die Foodistas.” Doch bevor er noch ein schlechtes Gewissen bekommt, habe ich am nächsten Tag neue gemacht und somit konnten wie geplant auch die Mandeln verpackt werden.

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Das Karamell der Mandeln habe ich diesmal mit Kardamom, Lebkuchengewürz und Chili verfeinert. Ich liebe ja süße, scharfe Sachen. Doch nachdem ich darauf hingewiesen wurde, dass die ganz schön scharf sind, habe ich das Chili in der 2. Zubereitung etwas reduziert. Schließlich mag es nicht jeder so scharf. ;-)

So nun aber zum Rezept der Mandeln:

Ihr benötigt für 300 g Mandeln:

190 g Zucker
2 TL Lebkuchengewürz
2 TL Kardamom
1 TL Chiliflocken
300 g ungeschälte Mandelkerne

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Und so wird´s gemacht:

Das Wasser zusammmen mit dem Zucker und den Gewürzen in eine große Pfanne geben und bei mittlerer bis starker Hitze aufkochen lassen. Jetzt die Mandeln dazugeben und alles so lange köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Das Rühren mit einem Holzlöffel dabei aber nicht vergessen ;-). Nun sollten die Mandeln mit einer trockenen weißen Schicht überzogen sein. Dann einfach so lange weiter rühren, bis der Karamell wieder flüssig wird und die Mandeln gleichmäßig von Karamell überzogen sind.

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Die Mandeln auf ein Backpapier geben und versuchen mit 2 Gabeln die Mandeln zu trennen, dass sie nicht so aneinander kleben. Das gelingt mir ehrlich gesagt auch nicht immer so perfekt. Denn das Karamell wird verdammt schnell hart. Lecker sind sie deshalb trotzdem ;-)

Bevor ihr die Mandeln z.B. in eine Blechdose (mit Backpapier ausgelegt) gebt, sollten sie wirklich komplett abgekühlt sein. Wenn Ihr sie in Tüten weiterverschenken wollt, dann erst kurz vorher in die Tüten geben. Ich hoffe dass meine Mandeln noch knusprig waren, als sie angekommen sind.

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So jetzt haben wir also das Glühweingelee für´s Frühstück und die Mandeln zum Knabbern auf der Couch. Fehlt eigentlich noch etwas zum Adventskaffee oder? Na wenn da nicht meine Weihnachtsgugl´s mit Marzipan, Pistazien und Früchten passen, dann weiß ich auch nicht weiter. Das Rezept dafür findet Ihr HIER. Ich hoffe sehr, dass der kleine Gugl heil angekommen ist. Es ist immer so schwierig die Sachen zu verpacken. Und ich möchte nicht wissen, wie die Postboten teilsweise mit den Paketen umgehen.

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Hoffentlich konnte ich mit meinem kleinen bescheidenen Wichtelpaket, den Geschmack von Carina treffen.

Natürlich durfte auch ich mich über ein Paket freuen. Und ganz besonders habe ich mich gefreut, dass das Los auf Mia vom Kochkarussel fiel. Denn ich verfolge Ihren Blog schon lange und liiiiiebe Ihre Rezepte. Ich bin immer wieder erstaunt, was für leckere Sachen sie aus wenigen und einfachen Zutaten zaubert. Einfach göttlich. Und wenn ich nicht mehr stille, werde ich definitiv wieder das ein oder andere Rezept nachkochen, da ich dann auch wieder ordentlich Zwiebeln und Knoblauch verwenden darf. ;-)

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Und Mia hat genau meinen Geschmack getroffen. Oberleckere Ernussbutter-Cookies, bei denen ich mich kaum zurückhalten konnte, gebrannte Wallnüsse mit Zimt und ein leckeres Schoko-Knusper-Müsli mit Kokos, was mir den Start in den Tag nach einer kurzen Nacht sehr erleichtert hat. Vielen lieben Dank meine Liebe, für diese Leckereien. Die Rezepte dafür findet Ihr natürlich bei Mia auf dem Blog. Also reinschauen, nachmachen und genießen.

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Wollt Ihr auch einem lieben Menschen eine kleine Freude machen? Na dann schaut auch bei den anderen Foodbloggern vorbei.

Maren – www.maluskoestlichkeiten.wordpress.com
Indra  – www.photolixieous.com
Sarah – http://knusperstuebchen.net/
Marc – www.baketotheroots.de
Tanja – http://foodistas.de/
Andrea – http://zimtkeksundapfeltarte.blogspot.de
Stephie – http://www.meinekuechenschlacht.de/
Oli – http://puhlskitchen.com
Anita – http://himmelsglitzerdings.blogspot.de
Anne – http://chevre-culinaire.blogspot.de
Sandra – www.haseimglueck.de
Sia – http://siasoulfood.blogspot.de/
Mia – www.kochkarussell.com
Natascha- www.das-Küchengeflüster.de
Patrick- www.ichmachsmireinfach.de

Es sind sagenhaft leckere Sachen dabei. Und der Postbote, der Friseur, die Kollegen und natürlich auch die Freunde und Familie freuen sich bestimmt über ein paar kleine Geschenke aus der Küche.

Ich wünsche Euch jetzt von Herzen einen schönen 4. Advent. Genießt Ihn in vollen Zügen. Denn bald schon ist die schöne Weihnachtszeit wieder vorbei.

Eure Katrin

Marzipan-Früchte Gugl´s

Na genießt Ihr alle den 3. Advent? Bei uns ist das Wetter wieder so grauenhaft, dass wir es uns zu Hause richtig gemütlich gemacht haben. Die 3. Kerze am Adventskranz ist angezündet, die Pyramide dreht Ihre Runden und den ganzen Tag läuft Weihnachtsmusik. Und wenn ich dann noch die strahlenden Äuglein von unserem kleinen Schatz sehe, wenn er die Lichter entdeckt, dann ist das Glück perfekt. Es ist einfach nur schön und bin ich unendlich dankbar, dass wir Drei uns haben. Ach ja Ihr merkt schon, ich bin heute wieder ein bisschen melancholisch. ;-)

Natürlich darf zum Adventskaffee auch etwas Süßes nicht fehlen. Als geborene Dresdnerin gehört da natürlich der Stollen auf den Tisch, den ich Dank meiner Eltern jedes Jahr auch hier in Berlin genießen darf. Ich habe auch schon selbst Stollen gebacken. Aber ich bin ganz ehrlich, so wie der Bäcker in Dresden bekomme ich es nicht hin. Am Besten hat er dann zu Ostern geschmeckt, als er richtig durchgezogen war. Also das Stollen backen überlassen ich lieber den Profis. Doch die kleinen Marzipan-Früchte-Gugl´s haben mit dem Stollen Einiges gemeinsam. Durch das Marzipan, die verschiedenen Früchte und die Pistazien hat mich der Geschmack, sehr an einen Stollen erinnert. Da die Früchte in Alkohol eingelegt werden, habe ich nur eine kleine Ecke probiert. Aber ich fand es so lecker, dass er nächstes Jahr auf jeden Fall in der großen Variante auf den Tisch kommt. Und da darf ich ja dann auch ordentlich und ohne Bedenken zugreifen. :-)

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Habe ich Euch neugierig gemacht? Dann habe ich hier das Rezept für Euch:

Ihr benötigt für 16 Mini-Gugl

100 g getrocknete Soft-Aprikosen
50 g getrocknete Soft-Cranberrys
50g kandierter Ingwer
30 g getrocknete Soft-Datteln
40 g gehackte Pistazienkerne
4 EL Orangenlikör
90 g weiche Butter + etwas zum Einfetten der Form
1 Vanilleschote
20 g Marzipanrohmasse (kalt)
60 g brauner Zucker
1 Prise Salz
2 Eier (Größe M)
ca. 60 g Orangenmarmelade
140 g Mehl
1/2 TL Weinsteinbackpulver
1 EL Puderzucker

Weihnachtsgugl05Und so wird´s gemacht:

Die getrockneten Früchte im elektrischen Multihacker sehr fein hacken, mit den gehackten Pistazien und dem Orangenlikör verrühren und 2 Stunden ziehen lassen. Wenn Ihr keine Mini-Gugl´s macht, dann müssen die Früchte auch nicht ganz so klein gehackt sein. Aber für die kleinen Kerlchen hier, war ich schon sehr froh, dass unser Multihacker das für mich erledigt hat. Denn mit klein schneiden und dann vielleicht noch mit Wiegemesser Nachbearbeiten, dauert das ewig, da die Früchte ja recht klebrig sind.
Die Marmelade durch ein Sieb streichen und 40 g abmessen.

Weihnachtsgugl04Das Marzipan am Besten kurz in den Tiefkühler legen und dann grob raspeln. Das Mark der Vanilleschote auskratzen und zusammen mit der weichen Butter, dem Zucker, einer Prise Salz und dem Marzipan mit den Schneebesen des Handmixers cremig rühren. Nicht zu früh aufhören zu rühren. Der Zucker sollte sich schon aufgelöst haben und es sollte in der Schüssel nicht mehr “knirschen” (vom Zucker). ;-) Nun die Eier einzeln unterrühren.

Weihnachtsgugl03Das Mehl mit dem Backpulver mischen und zusammen mit der abgemessenen Marmelade zu der Eiermasse geben. Zum Schluß die Früchte-Pistazien-Mischung noch unterheben und den Teig in die vorher eingefetteten Mulden der Gugl-Form geben. Das macht sich am Besten, wenn Ihr den Teig in einen Gefrierbeutel füllt und dann eine Ecke abschneidet. Dann könnt Ihr wie mit einem Spritzbeutel den Teig in die Mulden füllen. Die Gugl´s jetzt im vorgeheizten Backofen bei 190 Grad ca. 15 Minuten backen. Die etwas größeren Gugl habe ich insgesamt 25 Minuten im Ofen gelassen.

Weihnachtsgugl02Auf eine Schokoglasur habe ich diesmal verzichtet. Denn sonst geht der Geschmack der Früchte und dem Marzipan unter. Doch etwas Puderzucker können die kleinen Kerlchen zum Schluß noch gut vertragen.

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Ich wünsche Euch jetzt einen schönen 3. Advent. Macht es Euch gemütlich und genießt die Weihnachtszeit.

Eure Katrin

Glühweingelee

Wenn Weihnachten ist, wenn Weihnachten ist ….   ach dieses Jahr bin ich total im Weihnachtsliederfieber! Liegt wahrscheinlich daran, dass ich die Weihnachtszeit diesmal ausgiebig zu Hause genießen kann. Und unser kleiner Sohn muss sich die ganze Zeit Alles mit anhören. :-) Nächstes Jahr kann er vielleicht schon das ein oder andere Lied mitsingen. Darauf freue ich mich schon. Vielleicht ist es etwas kitschig aber mir gefällt der Gedanke daran, gemeinsam vor dem Weihnachtsbaum zu sitzen und Weihnachtslieder zu singen.

Glueweingelee02Auch dieses Jahr habe ich natürlich wieder ein paar Rezepte für Geschenke aus der Küche ausprobiert. Doch diesmal war es wichtig, dass sie relativ schnell und unkompliziert sind. Eines der Rezepte ist das Glühweingelee. Ich habe es aus der “Essen und Trinken” Zeitschrift. Ich bin ja nun absolut kein Experte was das Einkochen angeht. Oft habe ich schon versucht eine Marmelade zu machen und dann ist sie entweder nicht fest genug geworden oder sie war wie Gummi. :-( Das Glühweingelee ist mir aber zum Glück gelungen. Und zusammen mit den leckeren Joghurthörnchen vom Knusperstübchen war das Weihnachtsfrühstück perfekt.

Glueweingelee04Ihr benötigt für ca. 1,5 Liter

3 große reife Granatäpfel
25 g frischer Ingwer
3 große Bio-Orangen
8 Gewürznelken
2 Zimtstangen
2 Sternanis
400 ml Rotwein
500g Gelierzucker 2:1

Einweck- oder Twist-off-Gläser
Glueweingelee05Und so wird´s gemacht:

Den Saft der Granatäpfel auspressen (als wäre es eine Orange) und 300 ml abmessen. Von einer Orange die Schale dünn abschälen und danach aus den Orangen den Saft auspressen. Dabei solltet Ihr auf 250 ml Orangensaft kommen. Den Ingwer einfach in dicke Scheiben schneiden.

Glueweingelee06Nun den Granatapfelsaft, Orangensaft, Ingwer, Orangenschale, Nelken, Sternanis und Zimt in einen Topf geben und bei Zimmertemperatur über Nacht stehen lassen. (laut Rezept aus der “essen und trinken” nur 3 Stunden aber ich habe das Ganze länger ziehen lassen)

Glueweingelee01Am nächtsen Morgen oder wer es eilig hat, nach 3 Stunden ;-) den Rotwein und Gelierzucker unterrühren und unter ständigem Rühren aufkochen lassen. Die Masse 3 Minuten sprudelnd kochen lassen, dann durch ein Sieb in einen heiß ausgespülten Meßbecher mit Ausgießer füllen, randvoll in saubere, heiß ausgespülte Gläser füllen und sofort verschließen.

Glueweingelee03Kühl und dunkel gelagert hält sich das Gelee 3-4 Monate

Ich wünsche Euch noch eine angenehme restliche Woche

Eure Katrin

Nuss-Vollkorn-Stromboli mit zweierlei Füllung

Wer mir auf Instagram folgt, hat ja live mitbekommen, dass ich zusammen mit Sarah vom Knusperstübchen und Anita von Olleshimmelsglitzerdings ein Stromboli gebacken habe. Wir haben quasi virtuell synchron gebacken. Geplant wurde das Ganze schon ca. eine Woche vorher. Ich habe mich riesig darauf gefreut, endlich mal wieder ein bisschen in der Küche zu stehen und anschließend das Stromboli zu fotografieren. Das Kind bekommt Papazeit und Mama kann Ihrem Hobby nachgehen. Klingt super. Oder?

Doch es kam natürlich anders. Denn mein Freund lag mit Fieber und Erkältung flach. Also hatte ich gleich zwei “Pflegefälle ;-). Zum Glück ist der Hefeteig ein geduldiges Kerlchen, so dass ich dann doch noch alles unter einen Hut bekommen habe.
Birnen-Stromboli11Bei der Füllung habe ich zwei Varianten gemacht, denn ich war mir nicht ganz sicher, wie die Variante mit Birne, Camembert, Ziegenkäse und Honig bei meinem Schatz ankommt. Und wenn er sich schon mit einer Erkältung herumplagen muss, soll er doch wenigstens etwas zu essen bekommen, was ihm dann auch mundet ;-). Also noch schnell etwas Hähnchen, Champignons und Frühlingszwiebeln in der Pfanne angebraten und schon war die zweite Füllung fertig. Ach Strombolis sind wirklich so vielfältig und eigentlich kann man sie mit allem füllen, was das Herz begehrt. Die Variante mit Spargel habe ich auch probiert, wie ich Euch HIER schon berichtet habe. Und auch ein süßes Stromboli mit Pudding und Zwetschgen gab es schon. Vor 2 Wochen habe ich Mini-Strombolis mit Kürbis-Feta-Füllung von Sarah gemacht und eingefrostet. O.K. zwei kleine wurden auch gebacken und verkostet. LECKER! Ihr merkt schon, dass Stromboli und ich sind echt dicke Freunde. Ha Ha. :-)

Haehnchen-Stromboli03Ihr benötigt:

Für den Teig:

1 Pck. Trockenhefe
200 g Weizenmehl
280 g Dinkel-Vollkornmehl
300 ml lauwarmes Wasser
2 EL Honig
1 TL Meersalz
1 TL Knoblauchgewürz
1 TL Thymian
1/2 handvoll Walnüsse klein gehackt

Haehnchen-Stromboli02Für die Hähnchen-Champignons-Füllung

400 g Hähnchenfilet
180 g Champignons
100 g Frischkäse
4 Frühlingszwiebeln
Salz, Pfeffer, Paprika
100 g Emmentaler, gerieben

Birnen-Stromboli02Für die Birnen-Camembert-Füllung:
125 g Ziegenkäse
2 Birnen
3 EL Honig
200 g Camembert
Tymian
1/2 handvoll Walnüsse klein gehackt

50 g Butter

Und so wird´s gemacht:

Bei dem Hefeteig habe ich mich diesmal für Vollkorn entschieden. Das liegt einfach daran, dass ich noch so viele unterschiedliche Tüten Mehl zu Hause hatte, welche alle angerissen sind, so dass ich mir vorgenommen habe, diese jetzt mal aufzubrauchen, damit auch wieder etwas Platz in der Küche wird ;-). Außerdem kamen noch ein paar Nüsse mit in den Teig. Da wusste ich zwar noch nicht, dass ich auch noch eine Hähnchen-Füllung mache aber es hat sich herausgestellt, dass auch Hähnchen und Champignons zum Nuss-Hefeteig passen.

Birnen-Stromboli01Also begonnen wird mit dem Hefeteig. Dafür verrührt Ihr die Hefe mit dem Honig und dem lauwarmen Wasser. Die Hefe sollte sich wirklich komplett aufgelöst haben. Dann deckt Ihr diesen “Vorteig” mit einem Küchentuch ab und lasst ihn ca. 10 Minuten quellen. Früher habe ich da immer ziemlich genau auf die Uhr geschaut. Jetzt mit Baby weiß ich, dass es auch nicht schlimm ist, wenn Ihr es 15 oder 20 Minuten stehen lasst. Wenn Ihr das Küchentuch weg nehmt, seht Ihr schon, dass die Hefe etwas aufgequollen ist. Nun kommen die restlichen Zutaten dazu und alles wird mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer zu einem glatten Teig verarbeitet.

Haehnchen-Stromboli01

Bei den Gewürzen habt Ihr natürlich freie Auswahl. Nehmt einfach, was Euch schmeckt. Und wer keine Nüsse mag, verwendet einfach ein paar Sonnenblumenkerne oder getrocknete Tomaten oder läßt es einfach weg. Ihr könnt den Hefeteig wirklich so variieren, wie ihr das wollt. Probiert es einfach aus. Zum Schluß gebt Ihr noch etwas Olivenöl auf eure Hände und reibt den Hefeteig damit ein. Den Tipp habe ich von Sarah aus dem Knusperstübchen übernommen. Nun wird der Hefeteig wieder mit einem Küchentuch abgedeckt und kann an einem warmen Ort sein Volumen verdoppeln. Das dauert so ca. 45 bis 60 Minuten. Es ist aber auch nicht schlimm, wenn der Teig länger ruht.

Birnen-Stromboli03Nach der Ruhepause wird der Teig nochmal mit dem Händen durchgeknetet und jetzt müsst Ihr Euch entscheiden ob ihr mehrere kleine Strombolis macht oder ein großes. Die kleinen Strombolis eignen sich je nach Füllung auch gut zum einfrosten. Ich habe diesmal den Teig halbiert. Den Teig am Besten auf Backpapier oder Alufolie oval ausrollen. Dann könnt Ihr das Stromboli nachher besser auf´s Blech ziehen. Nun kommt die Füllung in die Mitte (siehe Bild). Bei der Hähnchenfüllung habe ich einfach alle Zutaten in einer Pfanne angebraten, bis das Wasser der Pilze verdunstet war. Dann den Frischkäse untergerührt und abgeschmeckt. Bevor Ihr die Füllung auf den Hefeteig gebt, sollte sie aber abgekühlt sein. Bei der Birnen-Champignon-Variante könnt Ihr die Zutaten einfach so auf den Hefeteig geben. Begonnen habe ich mit dem Ziegenkäse. Darauf in Scheiben geschnittene Birnen und zum Schluß den Camembert und etwas Honig.

Jetzt werden die Ränder links und rechts von der Füllung in Streifen geschnitten und schon kann “geflochten” werden. Die Enden vorne und hinten auf die Füllung legen und nun abwechselnd von links bzw. rechts die Streifen auf die Füllung legen. Somit entsteht eine Art “Zopfmuster”. Das fertig geformte Stromboli nun noch mit flüssiger Butter einpinseln und dann noch mit Nüssen bzw. geriebenen Käse bestreuen. Wer es besonders würzig möchte, kann auch nochmal Gewürze drauf geben.

Birnen-Stromboli05Nun kommen die Strombolis bei 180 Grad Ober- / Unterhitze für 30 Minuten in den Backofen. Wenn Ihr das Blech beim vorheizen im Ofen lasst und das Stromboli auf das heiße Backblech gebt, wird es besonders knusprig.

Wenn Ihr die Strombolis nicht ganz auf esst, dann schmecken sie auch im Backofen kurz aufgewärmt noch mal. Oder ihr macht gleich ein paar mehr und frostet sie ein. Dann habt ihr immer welche auf Vorrat. Also ich habe meine Gefriertruhe noch nie so zu schätzen gewusst wie jetzt mit Baby. Denn oft verläuft der Tag anders als geplant und dann bin ich sehr froh, dass ich Strombolis, Brot, Bouletten, Pastasaucen usw. auf Vorrat habe. Und für den süßen Heißhunger sind auch immer ein paar Zimtschnecken vorhanden. ;-)

Birnen-Stromboli04So nun hoffe ich, dass Euch mit meiner Stromboli- bzw. Hefeteigliebe etwas anstecken konnte und wünsche Euch noch einen schönen restlichen Sonntag

Eure Katrin

Blueberry-Cheesecake-Brownie

Jetzt habe ich Euch aber wirklich lange auf ein “Lebenszeichen” von mir warten lassen. ;-) Doch durch die Geburt unseres Sohnes, ist Nichts mehr wie vorher und die Prioritäten haben sich komplett geändert. Denn der kleine süße Kerl verlangt meine volle Aufmerksamkeit und die soll er auch bekommen.:-) Deshalb werden auch in Zukunft die Beiträge und Rezepte auf Geschmacks-Sinn etwas weniger werden.

Die letzten Wochen sind wirklich schwer in Worte zu fassen. Es ist einfach ein unglaubliches Glücksgefühl, so ein kleines zartes Wesen in seinen Armen zu halten und ihn zu knuddeln, zu knutschen und ihm all seine Liebe schenken zu können. Jetzt ist er schon 11 Wochen alt und hat sich sagenhaft verändert. Das Schönste Geschenk ist natürlich sein herzliches Lachen. Da geht einem einfach das Herz auf und all die schlaflosen bzw. kurze Nächte sind vergessen ;-).

DSC_5943_13x18Natürlich hat sich auch kulinarisch Einiges verändert. Ich habe mich soooo sehr auf Sushi und Mettbrötchen gefreut nach der Schwangerschaft. Das könnt Ihr Euch gar nicht vorstellen. Und auch das erste Brötchen mit Camembert, war ein Genuss. :-) Doch schnell habe ich auch gemerkt, dass ich zwar die ganzen “rohen Lebensmittel” wieder essen darf aber ganz viel Gemüse und Obst jetzt tabu ist, da der kleine Mann davon Blähungen bekommt. :-( Das ist natürlich nicht so schön. Aber auch das ist ja nur eine Frage der Zeit, bis er das dann auch langsam verträgt. Und bis dahin gibt es ganz viel Möhren, Kürbis und Kartoffeln. Denn die verträgt er super. :-)

IMG_9332Aber ich habe Euch natürlich auch ein Rezept mit gebracht. Und zwar etwas Süßes. Denn zur Zeit kann ich echt nicht genug von Kuchen oder Schokolade bekommen. Stillen macht also wirklich hungrig. Und deshalb gibt es heute Kuchen satt. Und da wird auch nicht auf die Kalorien geschaut.

Das Rezept ist aus einer älteren “Lecker Bakery” und ich wollte es schon sooo lange mal backen. Aber jetzt war es soweit und es ist mega lecker. Diese Kombination aus unglaublich schokoladigen Brownie und fruchtigem Cheescake. Einfach nur geil!

IMG_9325Zutaten für ca. 25 Stücke:

125 g Blaubeeren
400 g Frischkäse
250 g Schmand
50 g Zucker
4 Eier
1 EL Speisestärke
125 g Butter + etwas zum fetten der Form
150 g Zartbitterschokolade
125 g brauner Zucker
Salz
100 g Mehl
25 g Backkakao
1/2 TL Backpulver

IMG_9322Die Blaubeeren waschen oder auftauen, falls ihr TK-Beeren verwendet. Nun den Frischkäse, Schmand,  weißen Zucker, 2 Eier und die Speisestärke glatt rühren.

Den Ofen mit 180 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen und eine quadratische Springform mit ca. 24×24 cm mit etwas Butter fetten.

IMG_9318Für den Brownie-Teig, die Schokolade in Stücke brechen und zusammen mit der Butter, welche ebenfalls in Stücke geschnitten wird,in einem Topf bei schwacher Hitze schmelzen. Die restlichen 2 Eier, braunen Zucker und 1 Prise Salz mit den Schneebesen des Rührgeräts 3–4 Minuten cremig aufschlagen. Die Schokoladenbutter nun vom Herd nehmen und sofort in die Eiermasse rühren.

IMG_9316Das Mehl, Kakao und Backpulver mischen und zügig unter die Schokoladen-Eier-Masse rühren. Den Teig in die Form geben und glatt streichen.

Jetzt die Beeren unter die Frischkäsemasse heben, vorsichtig auf den Brownieteig verteilen und im heißen Backofen 40–45 Minuten backen.

Schade dass alles aufgegessen ist. Denn während ich das hier so schreibe, bekomme ich schon wieder Appetit auf ein Stückchen.

So dass soll´s erst mal wieder von mir gewesen sein. Denn ich glaube auch unser kleiner Schatz hat gerade Hunger bekommen und ist etwas ungeduldig ;-).

IMG_9314Das nächste Mal bringe ich Euch auch wieder ein herzhaftes Rezept mit.

Aber eins muß noch kurz gesagt werden. Ich möchte mich bei Euch bedanken, dass Ihr trotz fehlender neuen Rezepte, so fleißig meinen Blog besucht habt. Das freut mich riesig. Und ich verspreche Euch, dass Ihr diesmal nicht ganz so lange auf ein neues Rezept warten müsst. Nur mit den Bildern muss ich mir noch etwas einfallen lassen. Da wir ja nun nicht mehr mit Tageslicht gesegnet sind, muss wieder etwas mehr zum fotografieren aufgebaut werden. Und das ist natürlich etwas zeitaufwendig. Aber auch da wird sich eine Lösung finden.

Jetzt genießt das Wochenende und fühlt Euch alle mal ganz lieb von mir gedrückt.

Eure Mama Katrin ;-)

Wies´n Burger

Schon längst wird das Oktoberfest nicht nur in Bayern gefeiert. Daher gibt es dieses Jahr auch hier bei Geschmacks-Sinn ein paar Wies´n Schmackerl für die, die nicht nach München auf´s Oktoberfest fahren. Ich persönlich war noch nie auf dem Oktoberfest in München und muss das glaube auch nicht unbedingt erlebt haben. Ein riesen Volksfest, wo die Preise von Jahr zu Jahr unverschämter werden und alle aneinandergequetscht auf Bierbänken sitzen. Da gehe ich doch lieber hier in einen gemütlichen Biergarten. Oder man bereitet eben in der heimischen Küche ein paar bayrische Leckereien vor und genießt diese mit Freunden.

Wiesnburger06

Heute möchte ich Euch erst Mal den Wies´n Burger vorstellen. Schnell gemacht und super lecker. Wer keine Laugenbrötchen mag, kann diese natürlich auch durch normale Brötchen austauschen. Und wer keinen Leberkäse mag, der kann z.B. auch Schweinebraten nehmen. Dauert aber dann natürlich etwas länger als der Leberkäse. ;-)

Wiesnburger01

Ihr benötigt für 4 Burger

1 kleine Zwiebel
300 g Weinsauerkraut
2 EL Öl
2 Wacholderbeeren
5 EL Apfelsaft
Salz, Pfeffer
1 Prise Zucker
4 Stiele Petersilie, klein gehackt
2 Scheiben Leberkäse
4 Laugenbrötchen
4 TL süßer Senf
4 Salatblätter
4 TL Créme fraîche

Wiesnburger05

Und so wird´s gemacht:

Das Sauerkraut abtropfen lassen. Die Zwiebel fein würfeln und im Öl glasig andünsten. Das Sauerkraut dazu geben und kurz mit andünsten. Nun den Apfelsaft und die Wacholderbeeren hinzufügen und das Sauerkraut zugedeckt 15 Minuten schmoren lassen. Zum Schluß mit Salz, Pfeffer, Zucker abschmecken und etwas abkühlen lassen.

Wiesnburger03

Den Leberkäse halbieren und in Öl von beiden Seiten kurz anbraten. Die Brötchen aufschneiden, auf die untere Seite den süßen Senf geben und je mit einem Salatblatt, 1/2 Scheibe Leberkäse und Sauerkraut belegen. Creme fraîche glatt rühren und auf das Sauerkraut geben. Zum Schluß noch die Petersilie darüber streuen und mit der oberen Brötchenhälfte belegen.

Wiesnburger04

Und seit Ihr jetzt auch in Wies´n Stimmung?

Ich wünsche Euch jetzt noch eine angenehme Woche

Eure Katrin

“Resteverwertung”: Brotauflauf

Dieses Rezept ist durch einen reinen Zufall entstanden. Denn es stammt noch aus der Zeit, wo ich jeden Moment auf Wehen “gewartet” habe und wir dann ins Krankenhaus müssen. Daher war der Kühlschrank auch nicht so voll mit vielen leckeren frischen Sachen. Sonst bin ich fast täglich frisches Gemüse einkaufen gegangen. Aber das machte dann so langsam keinen Sinn mehr. Außerdem waren vom Wochenende noch einige Brötchen übrig, die auch verwertet werden wollten. Daher habe ich einen Brot- bzw. Brötchenauflauf probiert. Eigentlich nicht viel anders als das gefüllte Ciabattabrot, dass ich Euch HIER schon mal vorgestellt habe und das auch schon Viele von Euch nachgemacht haben. Manche berichten, dass das Brot beim Füllen, dann doch nicht zusammenhält. Das passiert Euch bei diesem Auflauf nicht. Denn da hält die Auflaufform alles zusammen. :-)

Brotauflauf02Also dieses Rezept läßt sich perfekt auf die Zutaten anpassen, die Ihr noch im Kühlschrank habt.

Bei mir waren das folgende:

3 Brötchen vom Vortag
3 Tomaten
1 Packung Kochschinken
2 Kugeln Mozzarella
2 Eier
150 ml Sahne
Salz, Pfeffer aus der Mühle
1 EL gefrostete TK-Kräuter

Brotauflauf03Und so wird´s gemacht:

Die Brötchen (Brot geht natürlich auch), Tomaten und Mozzarella in Scheiben schneiden. Den Kochschinken ebenfalls klein schneiden. Ich hatte große Scheiben und habe sie einfach nur geviertelt. Jetzt die Zutaten abwechselnd in die Auflaufform schichten.

Brotauflauf04Die Eier zusammen mit der Sahne verquirlen und mit Salz, Pfeffer und den Kräutern kräftig würzen. Die Eiersahne über die Füllung gießen und im Backofen bei 200 Grad Ober-/ Unterhitze ca. 20 Minuten überbacken. Das Ei sollte dann nicht mehr flüssig sein und der Käse zerlaufen.

Wenn kein Mozzarella vorhanden ist, könnt Ihr auch einfach anderen geriebenen Käse auf die Füllung geben. Wie bei einem normalen Auflauf.

Brotauflauf01Ich hatte erst Bedenken, wie der Auflauf bei meinem Schatz ankommt. Doch das war umsonst. Denn er fand das so lecker, dass er direkt fragte ob das viel Arbeit gemacht hätte und ob wir das jetzt nicht öfter essen können. :-) Na mehr Bestätigung kann ein Rezept doch nicht bekommen oder?

Also macht es gut.

Eure Katrin

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