Gefüllter Hokkaido-Kürbis und Aprikosen-Ricotta-Creme

Heute habe ich mal wieder eine richtig tolle Aktion für Euch. Vor ein paar Tagen bekam ich die Anfrage ob ich nicht Lust hätte bei der „Anti-Food-Waste Challenge“ mit zu machen. Die Aktion wurde von Marley Spoon ins Leben gerufen um auf das globale Problem der Lebensmittelverschwendung aufmerksam zu machen. Ich finde die Aktion einfach nur großartig! Sie suchten also Blogger die leidenschaftlich gerne kochen und auch aus zusammengewürfelten Zutaten ein leckeres Gericht kreieren. Denn zusammen wollen wir zeigen, dass man aus übrig gebliebenen Zutaten auch noch was Tolles zaubern kann.

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Ich bekam eine „blind – Box“ zugeschickt. Das heißt ich wusste nicht was für Zutaten ich bekomme. Aus genau diesen Zutaten koche ich dann ein oder auch zwei Rezepte. Es darf außer Gewürze und Kräuter nichts weiter hinzugefügt werden. Ach ich fand es aufregend! Und da ich mir das Paket auf Arbeit schicken lassen habe, waren meine lieben netten Kollegen auch gleich mit aus dem Häuschen und wollten wissen was nun für Zutaten auf mich zukommen.

Folgendes war in meiner „blind-Box“

460g Hokkaidokürbis
3 kleine Merguez Würstchen
280g Bio-Datteltomaten
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
6 Zweige Thymian
125 g Parmesan
250g Ricotta
1 Limette
2 kleine Chillischoten
38g Schokolade (72% Kakaoanteil)
100g getrocknete Aprikosen

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Das Brainstorming im Büro ging also loß und es hat richtig Spaß gemacht. Mir kamen auch gleich ein paar Ideen aber oft mussten wir uns dann bremsen und stellten fest, dass zu manchen Vorschlägen weitere Zutaten wie Eier, Milch, Vanillezucker oder so notwendig wären. Und das geht ja nicht. Also ganz so einfach war es dann nicht. Aber die Entscheidung war zumindest für das Hauptgericht recht schnell gefallen, denn unsere Praktikantin Lisa hat von einem Rezept von Ihrer Mama geschwärmt und das klang so verlockend, dass ich das nun mit meinen vorhandenen Zutaten einfach angepasst habe.

Also auf zum Hauptgericht:

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Vom Kürbis den Stielansatz als „Deckel“ abschneiden, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch auskratzen. Nun den leeren Kürbis mit Deckel drauf in eine leicht geölte Auflaufform geben und bei 180 Grad für ca. 15 Minuten in den Backofen geben. Öl bzw. Butter zum einfetten oder anbraten sind zum Glück erlaubt.

In dieser Zeit wurden die Merguezwürstchen klein geschnitten, die Schalotten und der Knoblauch geschält und klein gehackt, die Chilischoten entkernt und ebenfalls klein geschnitten. Ein paar Tomaten waschen und klein schneiden. Den Parmesan reiben.

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Die Merguezwürstchen zusammen mit dem Fruchtfleisch vom Kürbis, Knoblauch und Schalottenwürfeln in einer Pfanne in Butter anbraten. Die Tomaten, 2 EL Ricotta dazugeben und alles mit Cayennepfeffer, Salz, Pfeffer, Thymian und gehackter Petersilie abschmecken.

Den Kürbis aus dem Ofen holen und etwas Masse in den Kürbis füllen. Nun etwas von dem Parmesan mit in den Kürbis geben. Jetzt wieder Fleischmasse usw. bis der Kürbis voll ist. Den Deckel wieder auf den Kürbis setzten, die restlichen Tomaten um den Kürbis herum in der Auflaufform verteilen und mit etwas Olivenöl, Meersalz und in Streifen geschnittener Minze bestreuen.  Das Ganze jetzt noch mal für ca. 30 Minuten in den Ofen stellen.

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Das tolle an dem Rezept ist, dass die Schale des Kürbisses auch weich wird und somit der komplette Kürbis gegessen werden kann. Wenn man einen größeren Kürbis hat, dann einfach den Kürbis in Spalten teilen und servieren. Optisch schöner ist es natürlich, wenn jeder einen kleinen Kürbis bekommt. 😉

Nun bleiben noch folgende Zutaten übrig:

Ricotta
Limette
Schokolade
Chili
Aprikosen

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Also mit Ricotta habe ich ja noch nicht so viel Erfahrung. Bisher habe ich es nur einmal bei einem Pastagericht verwendet. Nun wollte ich aber noch ein Dessert machen. Dafür hätte ich allerdings gerne für eine Ricottacreme etwas Schlagsahne steif geschlagen und zusammen mit Vanille oder Vanillezucker unter den Ricotta gerührt. Aber laut den Anti Food Waste Challenge Regeln ging das ja nicht. Also musste improvisiert werden (eigentlich nicht meine Stärke). Die Limettenschale wurde abgerieben und zusammen mit dem Limettensaft unter den Ricotta gerührt. Beim Abschmecken habe ich aber festgestellt, dass da einfach Zucker fehlt! Und obwohl Zucker kein Gewürz ist, habe ich 2 TL Zucker hinzugefügt. Denn mal ehrlich. Wenn ich bei den herzhaften Gerichten mit Salz, Pfeffer usw. würzen darf, dann wird mir das bisschen Zucker keiner übel nehmen. Oder? 😉

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Ricottacreme

Die Aprikosen wurden püriert und in ein kleines Glas gegeben. Darauf kommt dann die Ricottacreme. Die Schokolade wurde geraspelt und ein Stückchen ist gleich im Mund verschwunden. Musste ja wissen ob sie überhaupt schmeckt. 😉 Die geraspelte Schokolade auf der Creme verteilen und zum Schluss kommt noch etwas Chili oben drauf.

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Geschafft. Es hat total Spaß gemacht und köstlich war es auch!

Nun darf ich noch jemanden für die Challenge nominieren. Und ich habe mich für Mia vom Kochkarussel entschieden. Liebste Mia ich bin schon total gespannt, was Du aus den Zutaten zauberst. Aber vielleicht bekommst Du ja auch andere Zutaten. Ich bin gespannt.

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Und Fazit dieses Experiments: Man kann wirklich aus wahllos zusammengewürfelten „Lebensmittelresten“ noch etwas Leckeres kochen. Denn weltweit werden jährlich bis zu 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Und das ist doch nun wirklich nicht notwendig! Oder?

Habt Ihr noch andere Ideen? Was hättet Ihr denn aus den Zutaten kreiert? Ich bin neugierig. Also her mit den Vorschlägen.

Eure Katrin

6 comments

  1. Bonny sagt:

    Wow, sieht das lecker aus! Super Idee mit der Füllung. Habs mir gleich abgespeichert. In der Küche liegt noch ein Hokaido-Kürbis. Ideal – gibt es am Wochenende wohl gefüllten Kürbis.

    Danke für das grandiose Rezept.

    Liebe Grüße
    Bonny

    • Katrin sagt:

      Liebe Bonny,
      freut mich dass Dir das Rezept gefällt. 🙂
      Ich bin gespannt was Du aus den Zutaten zauberst 🙂
      Liebe Grüße Katrin

  2. Meine liebe Katrin, du bist eine wahre Künstlerin! Was hast du da für ein schönes Gericht kreiert! Richtig lecker siehts aus und schmeckt sicher auch so. Diese ganze Aktion finde ich sehr gut, denn auch mir passiert es, dass da Sachen im Gemüsefach vor sich hin vegetieren.
    Und, dass du Zucker benutzt hast finde ich völlig legitim, denn in so einer Süßspeise dient es ja gewissermaßen als Gewürz.
    Sag mal, diese Merguezwürste, sind die so ähnlich wie Ital. Salsicce?
    Und nun bin ich gespannt, was Mia so zaubert 😉
    Liebste Grüße und einen schönen Abend
    Maren

    • Katrin sagt:

      Liebste Maren,
      also das Lob habe ich nicht alleine verdient. Denn die Ideen kamen diesmal nicht alleine nur von mir. Vor allem die, den Kürbis zu füllen und im Ofen zu backen.
      Mir geht es auch oft so, dass ich einige Zutaten für ein gewisses Rezept einkaufe und die Reste dann so vor sich hin vegetieren. Ich müsste also viel öfter so eine Resteverwertung machen 😉
      Die Merguezwürste habe ich ja auch zum ersten Mal gemacht. Die sind wahnsinnig würzig im Geschmack. Also viel Pfeffer braucht man da wirklich nicht. Aber wenn man gerne scharf/würzig ist, dann wird man sie lieben. Ich habe leider auch noch nie mit Ital. Salsicce gekocht, so dass ich den Vergleich dazu nicht machen kann. Sorry. Aber auf jeden Fall sind sie viel intensiver im Geschmack als Chorizo.
      Ich bin auch schon ganz gespannt, was Mia zaubert 🙂
      Ganz liebe Grüße und eine angenehme Restwoche wünsche ich Dir noch
      Katrin

  3. Mia sagt:

    Meine liebe Katrin,
    ich bin absolut begeistert, was für köstliche Leckereien du aus den Zutaten gezaubert hast! Gefüllter Kürbis ist ja wirklich eine klasse Idee, sieht super aus und duftet bis hier, glaubs mir 😉 Die zwei Löffelchen Zucker finde ich völlig in Ordnung, Zucker und Salz ist ja wohl wirklich ähnlich hihi
    Ich danke dir nochmal für die Nominierung, ich freu mich schon total!
    Die liebsten Grüße zu dir, Mia

    • Katrin sagt:

      Liebste Mia,
      es war mir eine Freude Dich zu nominieren und ich bin schon ganz gespannt, was Du daraus machst 🙂
      Den gefüllten Kürbis werde ich noch mal mit Hackfleisch und Schafskäse machen. Denn es ist echt super schnell gemacht und läßt sich auch gut vorbereiten. Ich werde natürlich darüber berichten, wie die neue Variante geschmeckt hat 🙂
      Ganz liebe Grüße zurück Katrin

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