Oreo-Käsekuchen und New York Cheescake à la Maren

Letztens habe ich Euch doch erzählt, dass ich bei meinem Eierlikörparfait etwas enttäuscht über das optische Ergebnis war. Heute wurde ich als Ausgleich sozusagen genau mit dem Gegenteil überrascht. Denn mein Oreo-Käsekuchen ist besser gelungen als ich angenommen habe.

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Aber am Besten ich fange die Geschichte von vorn an zu erzählen:

Eine liebe Kollegin hatte Geburtstag und da möchte ich ihr Morgen einen leckeren Kuchen mitbringen. Nach langem überlegen, welcher Kuchen es denn werden wird, habe ich mich für einen Oreo-Cheescake entschieden. Denn ich weiß, dass sie diese Kekse sehr gern ißt. Da ich jedoch noch nie einen Cheescake gebacken habe, wollte ich für uns zu Hause einen kleinen 18er Probekuchen machen und wenn der gelungen ist, dann einen größeren in der 26er Form für meine Kollegin. Gesagt, getan: Gestern begann ich also den Probekuchen. Und schon bei den Zutaten, dachte ich mir: Hmmmm… da ist ja fast nur Quark drin. Und das klingt ja dann eher nach Käsekuchen und nicht nach Cheescake.

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Egal…. es ging weiter nach Rezept. Als ich den Kuchen dann aus dem Ofen genommen habe, war ich doch etwas enttäuscht und mein Schatz fragte mich, warum ich so traurig schaue. Darauf sagte ich, dass das ein Käsekuchen ist und kein Cheescake und gerissen ist er auch noch (ja ihr könnt euch ruhig vorstellen, dass ich ein klein wenig zickig und bockig war!;-) ). Typische Reaktion von einem Mann: „Ist doch egal, Hauptsache er schmeckt!“ NEIN es ist nicht egal! Wenn ich mir einen Cheescake vorstelle und nach Rezept backe, dann will ich doch keinen Käsekuchen als Ergebnis haben.

Also wieder mal Plan B: Maren von MaLu´s Köstlichkeiten hat zu Ihrem Geburtstag einen leckeren Cheescake gebacken und genau diesen, dachte ich mir, backe ich für meine Kollegin! Dann eben ohne Oreo-Kekse. Noch mal schnell mit dem Rad einkaufen gefahren, denn 600 g Frischkäse hatte ich nicht im Kühlschrank ;-).

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Nun hatte ich ja aber noch den Oreo-Käsekuchen, welcher mir immer noch nicht gefiel. Doch dann kam mir eine Idee: etwas weiße und dunkle Schokolade geschmolzen und damit den Käsekuchen überzogen und marmoriert. Und siehe da: Ich war überrascht, wie toll das aussah! Jetzt schnell auf den Balkon zum Abkühlen und warten, wie er aussieht, wenn er angeschnitten wird.

Nachdem der Oreo-Käsekuchen nach dem Anschneiden und Verkosten, doch lecker war, möchte ich Euch das Rezept nicht vorenthalten:

Ihr benötigt:
400g Magerquark
150g Schmand
0,5 EL Stärke
1 Päckchen Vanillezucker
0,5 Päckchen Vanillepudding
1 TL abgeriebene Zitronenschale (eigentlich 2 Tropfen Zitronenaroma aber ich mag diese künstl. Aromen nicht)
45 g Zucker

125 g dunkle Schokolade mit 75% Kakaoanteil
50g weiße Kuvertüre

1 Packung Oreo Kekse
40 g geschmolzene Butter

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Und so wird´s gemacht:

Die Oreo Kekse auseinander drehen und die weiße Creme mit dem Messer abkratzen und beiseite Stellen. Die Kekse jetzt in einer Gefriertüte mit dem Fleischklopfer oder Nudelholz zu feinen Krümeln verarbeiten. Die Butter schmelzen und zusammen mit den Keksen verrühren. Eine 18er Springform am Rand einfetten und den Boden mit Backpapier auslegen. Da die Keksmenge für eine größere Form gedacht ist, habe ich ca. 3/4 der Keks-Buttermischung auf den Boden der Springform gegeben und fest angedrückt.

Jetzt den Quark, Schmand, Zucker, Vanillezucker, Stärke, Creme der Oreo Kekse und Puddingpulver mit dem Mixer (Schneebesen) zu einer cremigen Masse verrühren.

Die Hälfte der Masse auf den Oreoboden geben, die restliche Keksmischung vom Boden auf die Creme bröseln, die restliche Masse einfüllen und für 60 Minuten bei 180 Grad Ober-/ Unterhitze in den Ofen geben.

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Den Kuchen komplett auskühlen lassen.

Die dunkle Schokolade und die weiße Kuvertüre getrennt von einander über dem Wasserbad schmelzen lassen. Etwas abkühlen lassen und dann den Kuchen erst mit der dunklen Schokolade übergießen und danach die weiße Schokolade mit einem Löffel „schlierenartig“ über die dunkle Schokolade fließen lassen. Jetzt kommt der Schritt, der mir am meisten gefallen hat. Mit einem Holzstäbchen schöne Muster in die Schokolade malen bzw. marmorieren.

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Da der Oreo-Käsekuchen optisch und geschmacklich perfekt für einen Geburtstag ist, widme ich ihn der lieben Dorothee von bushcook und Ihrem 3. Blog-Geburtstag und gratuliere Ihr von ganzen Herzen.

3 Jahre Bushcooks Kitchen - Blog-Event Winter-Soulfood

Nun habe ich heute ja auch noch das Rezept von Maren gebacken. Und schon bei der Zubereitung merkte ich, dass das alles viel besser geht und auch Creme richtig sahnig/cremig ist. Und wenn man erst mal von der Creme gekostet hat, will man gar nicht mehr damit aufhören. Absolut köstlich! Da ich ja nicht sehr geduldig bin und natürlich wissen wollte, wie er schmeckt, habe ich einen kleinen Muffin mit gemacht um kosten zu können. 🙂

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Das Ergebnis ist der Hammer! Jetzt hat auch der Mann im Haus bemerkt, was der Unterschied zwischen Käsekuchen und Cheescake ist! Der Cheescake ist so was von fluffig und cremig, dass man beim genießen die ganzen Kalorien gar nicht bemerkt. Also ein sehr raffiniertes Rezept von Maren. Der wird definitiv noch mal gemacht. Ich habe mich wirklich fast exakt an das Rezept gehalten. Nur habe ich Limette statt Zitrone genommen (ich hatte noch eine da) und andere Kekse.

Ihr benötigt:

200g Kekse (ich habe Hobbits genommen)
89 g Butter (eigentlich 100g aber ich hatte nicht mehr da 🙁 )

600g Frischkäse (Philadelphia)
200 g Magerquark
180g Zucker
3 EL Speisestärke
2 EL Limettensaft (eigentlich Zitrone)
1 TL Limettenabrieb (eigentlich Zitrone)
1 Ei
150 g Sahne

250 g Schmand
2 EL Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 TL Limettensaft

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Und so geht´s:

Den Backofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Kekse werden wieder im Gefrierbeutel zerkleinert und mit der flüssigen Butter vermengt. Die 26er Springform wird mit Backpapier ausgelegt und der Rand eingefettet. Die Keksmischung in die Backform geben, fest andrücken und für 10 Minuten in den Backofen geben.

Den Frischkäse, Quark, Zucker, Stärke, Limettensaft und Limettenabrieb zu einer cremigen Masse verrühren. Das Ei und die Sahne (ungeschlagen) mit dem Schneebesen langsam unterheben.

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Die Creme nun auf den Boden geben und ab geht´s wieder in den Ofen. Diesmal für 45 Minuten.

Für den Guß wird Schmand, Zucker, Vanillezucker und Limettensaft miteinander verrührt und auf den gebackenen Cheescake gegossen. Und nochmal geht´s für 5 Minuten in den Ofen.

Dank Marens Tipp habe ich den Kuchen im Ofen auskühlen lassen. Übernachtet hat der Cheescake dann in einem kalten Zimmer und wurde zum Schluß mit Himbeeren verziert.

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Leider habe ich davon nicht viele Bilder, denn wenn ich ihn verschenken möchte, kann ich ihn ja schlecht anschneiden 🙂 Aber dafür hat Maren super schöne Bilder und dann auch noch mit den tollen Früchten verziert. Sie ist auf jeden Fall die Bäckerin meines Vertrauens und ich bedanke mich ganz herzlich, dass sie mir an diesem Wochenende so sehr mit Rat und Zuspruch beigestanden hat.

So jetzt bleibt es Euch überlassen, was ihr lieber mögt: Käsekuchen oder Cheescake!

9 comments

  1. Deborah sagt:

    Hallo Katrin,
    ich habe deinen Oreokuchen zufällig gefunden und da meine Schwester ein großer Oreofan ist, werde ich ihn ihr zum Geburtstag machen.
    Sind die Mengenangaben für die Zutaten für eine 18er Springform oder für eine 26er?
    Gruß
    Deborah

    • Katrin sagt:

      Liebe Deborah,
      oh da freue ich mich aber und wünsche Dir, dass er Dir gelingt. Die Angaben sind für eine 18er Springform.
      Liebe Grüße Katrin

  2. bushcook sagt:

    Liebe Katrin, vielen Dank für den tollen Kuchen, der sieht ja prachtvoll aus. Es freut mich sehr, dass Du beim Blog-Event dabei bist.

    • Katrin sagt:

      Sehr gern geschehen 🙂 Und der passt ja nun optisch wirklich sehr gut auf deine Geburtstagstafel. Ich dachte eigentlich, dass ich dir schon einen Kommentar hinterlassen hatte, doch eben habe ich ihn nicht gefunden. Daher habe ich noch mal kommentiert. Falls Du jetzt einen doppelten Kommentar mit meinem Rezept hast, tut es mir leid.
      Liebe Grüße Katrin

  3. Katha sagt:

    Dein Oreo-Käsekuchen ist so wunderschön! Ich möchte nur dasitzen und mir die Fotos anschauen. Ich kann dich aber verstehen, wenn man sich das eine vorstellt und etwas anderes aus dem Ofen holt ist das kein Spaß – da müsste meine Bessere Hälfte auch in Deckung gehen, auch wenn die Männer es mit ihrem Trost ja nur lieb meinen 😉

    • Katrin sagt:

      Ja optisch war ich auch selber überrascht und erfreue mich immernoch an den Bildern 🙂
      Und klar hat er es nur gut gemeint 🙂 und ich fand es ja auch süß. Vorallem als er dann den Cheescake probiert hat und zugeben musste, dass der wirklich ganz anders schmeckt. Hi Hi

  4. Katrin, was für SENSATIONELLE Fotos !! Einfach nur WOW! Die Glasur des oreo Kuchens muss ich unbedingt ausprobieren. Wir müssen mal sehen, ob wir mal ein Rezept entwickeln, dass beide Kuchen vereint. Ich werde mal ein bisschen Grübeln ;-).
    Unsere ‚Schreiberei‘ heute nachmittag hat mir viel Spaß gemacht. Vielen Dank!
    Liebste Grüße
    Maren

    • Katrin sagt:

      Liebe Maren, vielen Dank für dein Kompliment. Ich habe eher zufällig ein paar Accessoires entdeckt, die dann vor der Kamera gelandet sind. 🙂
      Ich habe auch schon überlegt, wie man es verbinden kann und ich werde mal versuchen wie es aussieht, wenn man den Guß der zum Schluß drauf kommt, mit Himbeerpüree marmoriert. Aber vielleicht hast Du ja auch noch eine Idee 🙂
      Mir hat es auch Spaß gemacht, mit Dir zu schreiben und uns auszutauschen. Danke dafür 🙂
      Liebe Grüße Katrin

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