Rindergulasch

Heute gibt es mal wieder einen Klassiker! Leckeres Rindergulasch. Kennt Ihr das, wenn manche behaupten, dass Ihr Rezept das weltbeste Rezept ist? Also ich bin ja bei solchen Behauptungen immer etwas zurückhaltender. Denn schließlich sind die Geschmäcker ja bei jedem anders. Aber heute überlasse ich die Bescheidenheit mal anderen. 😉 Denn dieses Gulasch ist wirklich das Beste! Und nachdem ich das Rezept schon sehr oft zubereitet habe und schon sehr viele Leute das Gulasch probiert haben, habe ich mich mit meiner Behauptung auch nicht zu sehr aus dem Fenster gelehnt. Denn bisher war jeder begeistert und wollte unbedingt das Rezept haben.

Gulasch05

Eigentlich ist das „Geheimnis“ ganz einfach. Es liegt an der Art der Zubereitung. Denn früher habe ich immer das Fleisch scharf angebraten und dann mit Fond aufgefüllt und so lange köcheln lassen, bis das Fleisch schön weich war. War auch lecker aber wirklich kein Vergleich zu dem Rezept von Johann Lafer. Denn da wird das Fleisch einfach roh auf die „Saucenbasis“ gegeben und dann bei relativ niedriger Temperatur geschmort. Herr Lafer macht seinen Gulasch in einem Bräter, ich verwende aber meinen allseits beliebten Römertopf.

Gulasch03Nun aber zum Rezept:

Ihr benötigt für 4-6 Personen:

1kg Rindergulasch
800 g Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2-3 EL EL Butterschmalz
2 EL Tomatenmark
2 EL Weißweinessig
400 ml Rinderfond
50 g Paprikapulver edelsüß
2 Lorbeerblätter
Salz, Pfeffer aus der Mühle

Und so wird´s gemacht:

Gulasch06Der Anfang ist leider immer recht tränenreich. Denn die 800g Zwiebeln wollen geschält und in kleine Würfel geschnitten werden. Also wenn irgendjemand von Euch, den ultimativen Tipp für mich hat, bei dem ich beim Zwiebeln schälen nicht Rotz und Wasser heule, dann bitte her damit! Ich habe echt schon einiges probiert (außer Taucherbrille aufsetzen – das ist mir dann irgendwie doch zu blöd ;-)) aber geholfen hat bisher nix!
Die Zwiebeln dann in Butterschmalz anschwitzen und den klein geschnittenen Knoblauch mit dazu geben. Beides nun ca. 30 Minuten andünsten, bis die Zwiebelwürfel schön goldbraun sind.

Gulasch02Nun aus dem Paprikapulver, dem Tomatenmark, dem Essig und dem Rinderfond eine Art Paste anrühren. Diese dann zu den Zwiebeln geben und etwas auskühlen lassen (sonst platz der Römertopf, bei der Zubereitung im Bräter muss die Masse nicht abkühlen). Die abgekühlte Masse in den Römertopf geben und das rohe Fleisch mit den Lorbeerblättern darauf verteilen. Deckel zu und ab geht es in den kalten Backofen. Die erste halbe Stunde lasse ich den Römertopf bei 200 Grad im Ofen. Danach reduziere ich die Hitze auf 160 Grad und dann kann das Fleisch 2,5 Stunden lang schmoren. Nach ca. 1,5 Stunden drehe ich das Fleisch um bzw. verrühre es mit der Sauce.

Gulasch04Zum Schluß wird das Fleisch mühselig aus der Sauce „gefischt“ (ist etwas aufwendig, lohnt sich aber!), die Lorbeerblätter entfernt und die „Zwiebelsauce“ püriert. Somit entsteht diese sagenhaft cremige Sauce, welche ich dann noch mit Salz und Pfeffer abschmecke. Das Fleisch darf dann natürlich auch wieder in die Sauce zurück. Je nachdem wie ihr das Fleisch mögt, könnt Ihr es jetzt natürlich nochmal in den Ofen schieben, wenn es noch zu bissfest ist. Denn ich habe festgestellt, dass die Garzeit immer ein bisschen unterschiedlich ist. Das liegt aber einfach am Fleisch.

Und dann einfach nur noch genießen!

Gulasch01Und da es sich beim Gulasch immer anbietet größere Portionen zu kochen, gibt es bei uns das Gulasch am ersten Tag ganz klassisch mit Rotkohl und Klößen und am nächsten Tag mit Nudeln. Meist hoffe ich, dass noch etwas übrig bleibt, was ich dann einfrieren kann. Aber bisher ist nie etwas übrig geblieben. 😉

Ich wünsche Euch allen noch eine angenehme Woche.

Eure Katrin

4 comments

  1. Kulinarikus sagt:

    ich möchte gar nicht viel schreiben, sondern dieses fabelhaft-klassische Gericht mit einem fetten *nomnomnom* kommentieren! 😉

    Liebste Grüße,
    Claudi

  2. Mia sagt:

    Liebste Katrin,
    ich hätte das Fleisch tatsächlich genau so gemacht, wie du es bis zu der Entdeckung von Lafers Rezept gemacht hast 😀
    Aber wenn du SO überzeugt bist, muss es wirklich ein Hammerrezept sein. Also, sobald ich mal auf der Suche nach einem Gulaschrezept bin, schaue ich bei dir vorbei 😉

    Liebste Grüße zu dir, Mia

  3. Liebste Katrin,
    das ist ja wirklich eine ungewöhnliche Zubereitungsart mit dem Herausfischen des Fleisches. ich kann mir aber schon vorstellen, dass die Soße auf diese Weise ausgesprochen lecker wird. Überhaupt bekomme ich gerade so richtig Hunger auf Gulasch … komisch 😉

    Ich wünsche dir ein ganz schönes Wochenende
    Maren

    • Katrin sagt:

      Liebste Maren,
      ich fand es beim ersten Mal auch komisch aber der Geschmack hat mich überzeugt! Und es ist nicht nur die leckere Sauce auch das Fleisch ist super zart, da es bei relativ niedriger Temperatur schonend gegart/geschmort wird.
      Liebste Grüße und auch euch ein schönes Wochenende
      Katrin

Schreibe einen Kommentar zu Mia Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.